Warm Sands 3 (ger. Vers.)

Story by EribuWrites on SoFurry

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Dear Prinz der Drachen, Kheru, wurde in das Königreich der Fenneks geschickt, um mit ihnen einen Friedensvertrag auszuhandeln. Dort trifft er den Fuchsprinzen Bakari, und die beiden finden schnell Gefallen aneinander. Doch während einer gemeinsamen Nacht belauschen die beiden aus versehen ein geheimes Treffen zwischen Bakaris Bruder Ruhak und dem Berater des Königs. Erschrocken müssen sie feststellen, das die beiden einen Verrät zu planen scheinen. So entschließen sich Bakari und Kheru, Ruhak zur Rede zu stellen...

Da dieser Teil wieder Storylastiger ist, habe ich die nsfw parts wieder in kursiv gesetzt.


Bakari blinzelte einmal, zweimal. Vor ihm erstreckte sich ein schier endloser Strand. Nebel lag über dem Meer, dessen Wellen in sanft über den weißen Sand strichen. Hinter im erhob sich eine Klippe in die Höhe, so weit nach oben, dass er ihr Ende nicht sehen konnte. Verwirrt blickte er sich um. Das Bett war fort, die weiche Seide und die Wärme von Kherus Körper wie weggeblasen. Er blickte an sich hinab und sah, das er immer noch nackt war. Außer dem Rauschen des Meeres war kein Ton zu hören. Dennoch fühlte er sich nicht allein. Im Gegenteil, eine eigenartige Ruhe breitete sich in seinem Körper aus. Die salzige Luft roch frisch und sauber.

Wie von selbst setzte er sich in Bewegung. Er konnte nicht sagen wohin er ging, doch tief in seinem Inneren wusste er, dass es der richtige Weg war. Also ließ er seine Beine ihren Weg selbst finden und folgte dem unbestimmten Gefühl. Fast wie eine tonlose Stimme rief es ihn und er beschleunigte seine Schritte. Der Sand war weich wie Samt unter seinen Pfoten. Tief im Nebel schimmerte die Sonne, kaum mehr als ein heller Fleck. Schließlich brach der Vorhang auf und ein einzelner Strahl fiel auf eine Höhle am Fuße der Klippe. Neugierig folgte er ihm. Der Wechsel von Sand auf Stein ließ ihn frösteln, und er musste vorsichtig sein, nicht darauf auszurutschen. Weiter hinten wurde die Höhle breiter, und er sah den flackernden Schein von Feuer.

Vorsichtig hielt er darauf zu. In einem kreisrunden Hohlraum saß ein einzelner Fuchs. Vor ihm brannte eine ruhige Flamme mit goldenem Licht. Der Fremde hatte die Augen geschlossen und saß im Schneidersitz. Es war schwierig zu erkennen welche Fellfarbe er hatte. Im einen Moment schien er reinweiß zu sein, im Nächsten so schwarz wie die Nacht. Grau und Silbertöne wechselten sich ab, und jedes Mal wenn man die Augen bewegte schien es, als würde sein Fell selbst lebendig sein. Als Bakari näher kam fiel ihm auf, dass das Feuer keinerlei Quelle hatte; weder Holz noch Reisig noch sonstiger Zündstoff lag dort. Die Flamme schien auf dem Boden selbst zu brennen.

Ohne die Augen zu öffnen deutete der Fremde auf den Boden ihm gegenüber. Er wartete, bis der Prinz der Füchse sich gesetzt hatte, dann begann er zu sprechen. “Weißt du, wer ich bin?” Bakari nickte nur. Der Fuchs, seine Augen immer noch geschlossen, schien zufrieden. “Ich bin erfreut das du meinem Ruf gefolgt bist. Ich bin hier um dich zu warnen.” Es klang als würde Heka mit zwei Stimmen sprechen, zu gleichen Teilen männlich wie weiblich. “Vor Amris und meinem Bruder?” Es war mehr eine Feststellung als eine Frage. “Ja.” Der Gott der Magie öffnete die Augen. Sie schimmerten in einem hellen Blau, wie der Nil oder der Himmel oder das Meer selbst. Es war die Farbe eines geflüsterten Geheimnisses, eines alten Wortes oder einem magischen Gebet. “Finsternis bereitet sich vor, die Welt heimzusuchen. Nicht mehr lange und die Schlange erwacht,” fuhr er fort. Doch meine Brüder und Schwestern wollen noch nicht wahrhaben was geschieht. Sie nehmen an, dass alles einen guten Ausgang haben wird, so wie immer. Das die kosmische Ordnung nicht ins Wanken gerät. Doch unsere Gegner sind schlau. Sieh her.”

Er machte eine Pfotenbewegung und die Wand hinter ihm begann in allen Farben zu leuchten. Wirbel wurden zu Bildern, und als diese klar wurden, erkannte Bakari den goldenen Palast, den er sein Zuhause nannte. Wie gebannt starrte er auf das Abbild, als es sich zu bewegen begann. Er sah den Thron, doch er war leer. Ein silbernes Medaillon blitzte auf, dann eine gewaltige Katakombe. “Diese heilige Halle liegt tief unter dem Palast. Nur wenige wissen davon. Dort, wo die Stätte der Ordnung sein sollte, breitet sich Finsternis aus. Die, welche mich hören sollten sind taub für meine Worte geworden.” Schwarze Schatten begannen hin und her zu wabern, bedeckten den goldenen Boden und die Wände der Halle, bis diese komplett verschlungen war. “Suche nach dem Amulett.” Die Stimme des Gottes nahm an Ernsthaftigkeit zu. “Bringt die beiden Hälften zusammen. Ich fürchte, wir werden nicht vorbereitet sein. Doch ihr könnt es schaffen. Das Ma’at hat euch erwählt.”

Etwas griff nach Bakaris Schulter und zog ihn zurück. Scharfe Krallen bohrten sich in seine Haut, und er schrie auf. Kheru zuckte zusammen. “Alles in Ordnung? Hab ich dir weh getan?” Der Fuchs tastete nach seiner Schulter, doch konnte keine Wunde spüren. “Du hast dich im Schlaf bewegt. Ich dachte du hättest einen Albtraum.” Besorgt legte der große Drache den Kopf schief. Bakari rieb sich die Augen und setzte sich ebenfalls im Schneidersitz auf das Bett. “Alles in Ordnung. Ich habe tatsächlich geträumt. Heka ist mir erschienen.” Die Augen des Drachenprinzen wurden groß. “Erscheint er normalerweise nicht nur den Priestern? Hast du Probleme weil du gestern Magie benutzt hast?” Lachend schüttelte Bakari den Kopf. “Das nicht. Er hat mich gewarnt, vor Amris und meinem Bruder. Und er hat mir gesagt ich solle ein Amulett hier im Palast finden. Oder zumindest ein Teil davon.” “Ein Amulett? Was soll das heißen?” Der Fuchs schüttelte den Kopf. “So genau weiß ich das auch nicht. Anscheinend gibt es unter dem Palast eine versteckte Halle, wo ein Teil eines silbernen Medaillons aufbewahrt wird. Er hat mir aufgetragen, die beiden Teile zu finden und zu vervollständigen.”

Kheru legte die Kralle an das Kinn. “Und er hat dir vermutlich nicht verraten, wo die zweite Hälfte versteckt ist, nicht wahr?” Bakari schüttelte den Kopf. Mit einem seufzen schwang sich der Drache aus den Bett. Er griff eine frische Robe, streifte sie sich über und lief hinüber zu dem Hauptraum. An der Tür standen zwei silberne Tabletts bereit, gedeckt mit frischem Fisch, Brot, Wein und Feigen. Er ließ sich auf einer der Schilfmatten nieder und winkte den Fuchs zu sich hinüber. “Kommst du? Auf leeren Magen lässt es sich nicht gut magische Medaillons suchen.” Kopfschüttelnd schloss sich der Fennek ihm an. “Du nimmst das ganze sehr gelassen,” sagte er und biss herzhaft in ein Stück warmes Brot. Kheru nahm einen Schluck von dem Wein bevor er antwortete. “Schon seit ich klein bin hat man mir beigebracht, jedes Problem so anzugehen, als wäre es ein leicht zu lösen.” “Funktioniert das?” Fragte der Fuchs zwischen zwei Bissen. Er zuckte mit den Schultern. “Meistens, ja. Aber es kann sehr anstrengend sein. Man kann nur selten zeigen, wie man sich wirklich fühlt.”

Bakari schluckte den Bissen hinunter. “Klingt ermüdend. Uns wurde beigebracht uns von unseren Gefühlen leiten zu lassen, ohne das sie uns kontrollieren.” Er griff nach seinem Becher, aber hielt inne. “Zum Beispiel die Sache mit Ruhak. Ich bin wütend auf ihn, und traurig bin ich auch. Gleichzeitig habe ich Angst davor, ihn zu konfrontieren. Einmal weil ich fürchte das unsere Vermutungen sich Bewahrheiten, zum anderen weil ich keine Ahnung habe wie ich erklären soll das wir ihn gehört haben.”

“Ich kann alleine zu ihm gehen wenn du möchtest,” bot Kheru an. “Niemand muss erfahren das du bei mir warst. Und falls wir recht hatten glaube ich dennoch nicht, dass er mich einfach so angreifen würde.” Bakari schüttelte seinen Kopf, und seine breiten Ohren schwangen von einer Seite zur anderen. “Nur weil ich Angst habe, darf ich mich nicht mir selbst im Weg stehen. Ich muss selbst mit meinem Bruder reden. Nicht nur weil ich zu mir stehen möchte. Ich möchte auch zu uns stehen.” Kheru verschluckte sich am Wein. “Zu uns?” Die Ohren des Fenneks sanken. “Das ist doch kein Problem, oder? War ich zu vorschnell?” Der Prinz der Drachen winkte ab und schüttelte heftig den Kopf. “Nein, nein, nein, auf keinen Fall. Das kam nur überraschend. Ich war mir nicht sicher ob du genau so empfindest wie ich.” Die Ohren des Fuchses schossen wieder nach oben. “Natürlich tue ich das, du Riesenechse. Ich fühle mich sicher bei dir, und ich mag dich wirklich sehr gerne. ” Kheru spürte das Blut in seinem Kopf rauschen. Sein Herz hämmerte fast so heftig wie bei seiner ersten Schlacht. Bakari schüttelte kichernd den Kopf, lehnte sich nach vorne und küsste ihn. Seine Augen glitzernden wie Gold, als sie sich voneinander lösten.

Sie fanden Ruhak im Garten. Er trainierte gerade gemeinsam mit Nubia. Das Silber ihrer Klingen blitzte im Sonnenlicht. Besser gesagt, es war kaum möglich, Nubias Schwert zu erkennen. Es schnitt so schnell durch die Luft, das es fast so schien, als bestünde die Klinge aus reinem Licht. Ihr angestrengter Blick fokussierte Ruhak, der ihre Schläge einen nach dem anderen abwehrte. Leichtfüßig tänzelte sie um ihn herum, drehte sich um sich selbst, wich ihm aus und sprang danach vorwärts wie eine Kobra. Er erwiderte dies mit der Präzession eines Falken, ließ keinen ihrer Hiebe zu sich hindurchdringen. Beeindruckt beobachtete Kheru das Schauspiel. “Deine Schwester kann gut kämpfen.” Stolz reckte Bakari die Brust. “Niemand im ganzen Königreich kann es mit ihr aufnehmen, außer Ruhak vielleicht. Ihr könnt euch glücklich schätzen, dass sie nicht bereit war gegen euch in die Schlacht zu ziehen.” Der Prinz der Drachen murmelte seine Zustimmung.

Wenige Sekunden später war der Kampf zu Ende. Die beiden Füchse standen versetzt zueinander, die Klinge jeweils an der Kehle des anderen. Nubia ließ zuerst ab und steckte ihr Schwert weg. Die beiden Prinzen traten an sie heran. “Ihr könnt gut kämpfen, Prinzessin Nubia. Ich bin froh euch nicht auf dem Schlachtfeld begegnet zu sein,” zollte Kheru seinen Respekt. Die Füchsin strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und grinste selbstzufrieden. “Alles eine Sache der Übung, mein Prinz. Das wichtigste ist die Balance, innerlich wie äußerlich. Deshalb hatte ich mich auch geweigert, an dem sinnlosen Blutvergießen, das ihr Krieg nanntet, teilzuhaben.” Verlegen blickte Kheru zur Seite. Bakari ergriff das Wort. “Wir würden gerne mit Ruhak sprechen, Schwester. Dürften wir in kurz entführen?” “Bitte, nur zu gerne. Ich kann eine Pause gut gebrauchen,” antwortete der sandfarbene Fuchs mit seinem üblichen selbstbewussten Lächeln.

Bakaris Bruder folgte ihnen, bis sie außer Hörweite waren. Kheru blickte sich um um sicherzugehen das niemand sie belauschte, dann fing er an zu sprechen. “Wir haben euch gestern Nacht gehört, Ruhak. Welches Spiel spielt ihr?” Der Fuchs legte den Kopf schief. “Wir?” Er blickte an seinem Bruder auf und ab. “Das hatte ich mir ja schon fast gedacht. Ich war mir sicher das das Geräusch gestern kein Tier draußen in der Wüste gewesen war.” Bakari zog die Lippen zu einem Strich zusammen. “Lenk jetzt nicht ab, Bruder. Ich wüsste gerne, wer die Männer waren, die gestern bei uns eingebrochen sind und was Amris und du mit ihnen zu tun haben.” “Mehr noch, warum ihr mich so unbedingt tot sehen wollt,” schloss Kheru sich an.

Ruhaks Mine verhärtete sich. Er beugte sich nach vorne und sprach leise. “Amris kam vor ein paar Monden zu mir und sprach von Visionen. Eine Finsternis, die den Palast heimsuchen würde. Als ihr bei uns ankamt dachte ich, ihr wärt es der die Dunkelheit bringt.” Bakari verschränkte die Arme vor sich. “Warum hast du dann mir den Dolch gegeben?” Sein Bruder kratze sich hinter dem Ohr. “Wie soll ich es sagen…Du siehst ungefährlich aus, Bruder.” Kheru zog die Brauenmuskeln nach oben. “Wenn ich euer Ziel war, warum haben eure Meuchelmörder in unseren beiden Gemächern gesucht?” Ruhak blinzelte, dann schüttelte er den Kopf. “Die Männer waren keine Mörder. Sie waren Söldner, und ich habe sie angeheuert als Amris kurz nach eurer Ankunft davon sprach, das sich die Finsternis in seinen Träumen verdichtet hätte. Doch er hegte Zweifel, dass ihr der Grund dafür wärt, und inzwischen geht es mir genau so.” Er trat noch einen Schritt näher an sie heran. “Das bedeutet, die Gefahr geht von etwas, oder jemand, anderem diesem Palast aus. Ich fürchte, wir sollten dieses Gespräch an einem anderen Ort fortsetzen. In der Stadt gibt es eine Taverne, versteckt am Ufer des Nils. Kommt heute Abend dort hin. Wenn man euch fragt, was die Leiden des Auges lindert, antwortet mit ‘das Licht des Mondes’.

Seufzend ließ sich Bakari auf des runde Bett plumpsen. Nach ihrem Gespräch waren sie unverzüglich zurück in das Gemacht des Drachenprinzen gegangen, einer der wenigen Orte an den man sich noch sicher sein konnte, dass niemand einem zuhörte. “Was hältst du davon?” Fragte er Kheru, seine Augen auf die Muster an der Decke gerichtet. “Ich weiß es nicht,” antwortete der Drache. Irgendwie kommt es mir so vor, als ob er auf alles eine Antwort gehabt hätte. Fast als hätte er die Fragen erwartet.” Mit einem Winseln stimmte der Fuchs zu. “Ich würde gerne glauben, dass meines Bruders Worte der Wahrheit entsprechen. Doch irgendetwas hält er versteckt.” Kheru setzte sich neben ihn. “Ich sehe es genau so. Nach heute Abend werden wir mehr wissen.”

Die Taverne, falls man es überhaupt so nennen konnte, war kaum mehr als ein Loch in der Wand. Versteckt zwischen zwei Gebäuden deutete nur ein Wandgemälde, verwaschen von Sand und Nilwasser, darauf hin, wo sie überhaupt war. Der Gang war kaum breit genug für Kheru. Er musste sich seitwärts hindurch zwängen, und blieb an den unebenen Ziegelsteinen der Wand mehrmals hängen. Als er es endlich hindurch geschafft hatte, atmete er erleichtert auf. In der Wand vor ihnen hing eine hölzerne Tür schief in den Angeln. Seine Hand umschloss den Griff seines Dolches. Er hatte kein Schwert mitnehmen wollen, schließlich gab es bis auf ihr geteiltes Bauchgefühl keinen Grund dafür. Dennoch war ihm wohler bei dem Gedanken, sich im Notfall verteidigen zu können. Er klopfte dreimal, und die Luke an der Tür wurde zur Seite geschoben. “Seid ihr hier um die Leiden eurer Augen zu lindern?” brummelte die tiefe Stimme hinter dem Holz. “Wenn dem so ist, könnt ihr mir sicher sagen was man dazu benötigt.” “Das Licht des Mondes, werter Freund,” antwortete Kheru und versuchte, zuversichtlich zu klingen. Ohne ein weiteres Wort wurde die Klappe harsch zugeschoben. Einige Sekunden später ertönte das Geräusch eines enthakten Riegels, und die Tür schwang auf.

Vorsichtig traten die beiden Prinzen ein, vorbei an dem Fuchs der die Tür geöffnet hatte. Eine große Narbe zog sich von seiner rechten Schulter hinab zum Bauch. Mit einem Kopfnicken bedeutete er ihnen, sich zu setzen. Hinter den Tresen brannte eine einzige große Kerze. Ihr Licht reichte kaum, um den Raum auszufüllen. Abgesehen von ihnen waren noch drei andere da. Ausgehend von ihrer Kleidung und ihren feindseligen Blicken ging Kheru davon aus, das es sich bei ihnen um Schwarzmarkthändler oder Diebe oder Schlimmeres handelte. Sie nahmen am Tresen Platz und der mit der Narbe stellte ihnen Gläser hin. Bakari roch an der Flüssigkeit und zuckte zurück, sehr zu seiner Belustigung. “Ihr wollt euch mit einem Freund treffen, nich'? Ich geb ihm bescheid das ihr da seit.” Damit verschwand er durch einen Vorhang, der mehr nach einer umfunktionierten Pferdedecke aussah. Ein leises knurren stieg aus Bakaris Kehle auf. “Kheru, wir sollten gehen. Jetzt sofort.” Er lehnte sich zu ihm hinüber. “Vielleicht täusche ich mich ja, aber als der Kerl sich gerade nach vorne gebeugt hat, habe ich einen Hauch von Zitrus in seinem Fell gerochen.”

Kheru nickte nur und stand auf. Doch es war schon zu spät. Die drei Füchse, die an den Tischen gesessen hatten, waren aufgestanden und kamen auf sie zu. In ihren Pfoten hielten sie rostige Messer und andere Klingen. Einer von ihnen trug ein Schwert. Es war verbeult und voller Kerben, aber es würde seinen Job sicherlich noch gut machen. Kheru stieß mit dem Rücken gegen den Tresen. Neben ihm erklang ein knurren, und mit einem Satz war Bakari auf der anderen Seite. Seine Hand umklammerte den Arm des Vernarbten und seine Krallen bohrten sich durch den Stoff. Mit einem Aufschrei ließ er das Messer fallen, das nur wenige Zentimeter über Kherus Rücken gestoppt hatte. Ohne zu zögern drehte der Drache sich um und verpasste ihm einen in die Magengegend. Der Fuchs klappte mit einem Keuchen zusammen und zwei weitere, die ihm aus dem Hinterzimmer gefolgt waren zogen ihn zurück.

Mit einem Hieb seines muskulösen Schwanzes brachte Kheru die drei anderen dazu, zurückzuweichen. Es gab ihnen gerade genug Zeit sich zu positionieren, Bakari hinter, er vor den Tresen. Hinter ihm krachte etwas, als einer der beiden Angreifer in das Regal flog. Um Bakaris Pfoten schimmerte die Luft. Seine Aufmerksamkeit richtete sich auf die drei Gegner vor ihm. Sie kamen halbkreisförmig näher. Seine Klauen schlossen sich fester um den Griff seines Dolches. Der Angriffsort war äußerst geschickt gewählt. Hier drinnen konnte er sich kaum bewegen, und durch die Enge Gasse war eine Flucht unmöglich.

Der erste Angriff erfolgte von links. Er duckte sich zur Seite, und das Messer zerteilte die Luft einen Augenschlag von seiner Brust entfernt. Kheru schlug mit dem Heft seiner Klinge zu und traf seinen Gegner am Unterarm. Ohne ihm Zeit zu lassen griff er nach ihm und drückte mit der anderen Hand gegen seine Schulter. Mit einem Aufschrei fiel der Fuchs zu Boden. Sein Mitangreifer sprang achtlos über ihn drüber und hieb wie wild geworden auf Kheru ein. Seine Augen waren blutunterlaufen und Schaum tropfte von seinem Mund. Sein Dolch zuckte wie eine Natter durch die Luft. Hinter seinen Angriffen lag weder Rhythmus noch Plan. Er schaffte es kaum mitzuhalten. Heißer Schmerz schoss seinen Arm hinauf, als ihn die Klinge des Messers streifte. Kheru sah seine Chance und zielte auf die ungeschützte Seite seines Kontrahenten. Der Fuchs ließ sich seitlich wegkippen und sein Dolch traf ins Leere. Gerade noch so schaffe er es auszuweichen, bevor der Kiefer des Fuchses dort zuschnappte, wo seine Hand gewesen war. Aus dem Augenwinkel sah er, wie Bakari über den Tresen sprang. Er schien regelrecht zu fliegen und stieß den dritten Angreifer von seinen Füßen.

So langsam hatte er endgültig genug. Mit seinem heilen Arm griff er nach einem Stuhl und schwang ihn mit einem Brüllen in Richtung seines Gegners. Der überraschte Fuchs hatte gerade noch Zeit, die Hände zu heben, doch er konnte dem Angriff nicht standhalten. Sofort setzte Kheru einen Tritt nach, dann einen Schlag gegen die Schläfe. Ohnmächtig brach sein Gegner zusammen. Sein Puls hämmerte in seinen Ohren. Er rannte an Bakari vorbei nach draußen, griff sich im Laufen das Schwert aus der Hand des Fuchses, den sein Partner zu Boden drückte. Kheru hielt abrupt an. Weit und breit waren keine weiteren Gegner zu sehen. Das konnte doch nicht sein. Hatte Ruhak ernsthaft erwartet, ein paar Söldner, von denen nur einer ansatzweise eine Gefahr darstellte waren genug um sie aufzuhalten? Nein, etwas stimmte hier ganz und gar nicht. Seine Augen wurden weit. Natürlich. Er holte Luft um Bakari zu warnen, doch ein heftiger Schlag in den Bauch raubte ihm die Luft.

Bakari verschränkte die Finger und ließ beide Fäuste auf das Gesicht des Gegners krachen. Der Griff des Söldners erschlaffte. Er stand auf und atmete keuchend durch. Kheru war bereits draußen. Ein beißender Geruch stieg ihm in die Nase, heiß und metallisch. Sein Herz machte einen Sprung. “Kheru!” Wie in Zeitlupe kippte der Drache nach hinten. In seinem Bauch steckte ein langer Pfeil. Der Prinz der Füchse brüllte. “Kheru!” Ohne nachzudenken schoss er nach vorne, griff ihn unter den Armen und zog ihn keuchend zurück ins Innere. Hektisch blickte er von links nach rechts, dann zog er den bewusstlosen Körper hinter den Tresen und durch den Vorhang hindurch. Das Hinterzimmer war vielmehr ein umfunktionierter Stall. Überall lag Stroh, auf einem kleinen Tisch stand eine Flasche billigen Alkohols und eine zweite Kerze. Irgendwie schaffte er es, den riesigen Drachen hinüber zum Stroh zu schleppen. Unter ihm färbte es sich in beängstigender Geschwindigkeit dunkel.

Seine Sicht verschwamm. Draußen brach eine Fensterscheibe. Schwach spürte er den Puls an seinem Hals. Bakari fühlte sich, als würde flüssiges Metall durch seine Adern fließen. Immer weiter stieg das Gefühl in ihm auf, bis es jede Haarspitze auszufüllen schien. Er hörte einen Schrei. Woher er kam wusste er nicht, das Geräusch schien die Luft selbst zu ersetzen. Seine Kehle brannte wie Feuer. Eine Gruppe von vielleicht einem dutzend Füchsen wich überrascht zurück, als eine Druckwelle aus Licht wie ein Wirbelsturm durch die Taverne fegte und Türen und Fenster mit silbrigen Feuer versiegelte.

Als hätte jemand die Geräusche gelöscht wurde es still. Bakari hörte nur noch sein eigenes Herz und, so hoffte er, Kherus. Der Pfeil lag neben dem geschuppten Körper. Seine Kralle zerschnitt sein Hemd, und er wickelte es um die Wunde. Unter seiner Pfote spürte er, wie sich warmes Blut immer weiter ausbreitete. Er presste fester, hoffte es wenigstens ein bisschen verlangsamen zu können. Kheru stöhnte. Das Feuer floss hinab in seine Finger, und seine Hände glühten. Der Drache schrie und bäumte sich auf. Dann war es still. Das Feuer in seinen Adern verschwand. Ganz schwach hörte er den Atem des Drachenprinzen.

Bakari überkam eine Müdigkeit, wie er sie noch nie zuvor verspürt hatte. Es war ihm, als wäre jeder Muskel aus Stein. Erschöpft ließ er sich auf das Heu neben dem verwundeten Drachen fallen. Der Prinz der Füchse hatte kaum genug Kraft um seine Hand noch einmal bis zu seinem Bauch zu heben. Das Letzte was er spürte war Erleichterung. Aus irgendeinem Grund hatte die Blutung gestoppt. Mit diesem Wissen umspülte ihn Schwärze schneller als die Flut des Nils.

Schwaches Licht schimmerte durch die Barriere als er wieder aufwachte. Hier und da bildeten sich Wirbel, als würden Steine in eine Wand von Wasser geworfen werden. Er spürte eine Bewegung neben sich und sein Herz machte einen Sprung als er sah, das Kheru die Augen geöffnet hatte. “Wie geht es dir?” Flüsterte der Fuchs. Der Prinz der Drachen versuchte ein Lächeln. “Beschissen. Aber ich lebe, und das verdanke ich dir.” Bakari setzte sich auf. “Kannst du dich bewegen? Dann kann ich deine Wunde besser verbinden.” Kheru nickte und verzog das Gesicht als er sich aufrichtete. “Das wird jetzt etwas wehtun,” warnte der Fuchs ihn vor und presste ein feuchtes Stück Stoff auf seinen Bauch. Der Drache zog scharf Luft ein. Seine Klauen gruben sich in das Stroh unter ihm und er biss die Zähne zusammen. Von irgendwo her zog Bakari ein überraschend sauber aussehendes Laken, welches er in Streifen riss und um seinen Bauch wickelte. Kheru hob beide Arme, das er es einfacher hatte. Dort, wo die Wunde war spürte er es unter dem Verband pulsieren.

Probeweise versuchte er aufzustehen, doch als Antwort kam Schmerz und Schwindel, der ihn ungrazil auf seinen Hintern plumpsen ließ. “Bleib sitzen,” schalt der Fuchsprinz ihn. “Ich konnte zwar die Blutung stoppen, aber heilen konnte ich es nicht. Es grenzt an ein Wunder das du überhaupt noch am Leben bist.” Er wandte sich zu der Wand aus silbernem Nebel. “In deiner Verfassung kannst du nicht laufen. Ich werde zum Palast gehen und Hilfe holen.” Kheru griff ihn am Handgelenk. “Nein. Die sind noch da draußen. Diese Männer sind keine normalen Söldner. Als ich jung war habe ich Geschichten über sie gehört. Angeblich gibt es einen geheimen Orden von Auftragsmördern, die Gifte trinken und so ihre Kraft verstärken, auf Kosten ihrer Gesundheit.” Seine Hand wanderte zu seinem Verband. “Einer der Füchse war so stark, es kam mir vor als würde ich mit einem Drachen ringen.” Bakari befreite seinen Arm aus seinem Griff. “Ich kann einen Schleier über mich legen. So wie ich es schon einmal gemacht habe. Sie werden mich nicht bemerken.”

“Was wenn doch? Es gibt keine Garantie dass sie nicht auch Magie nutzen, oder das der Zauber versagt.” Kheru’s Stimme wurde leise. “Bitte. Bleib hier. Ich möchte nicht alleine in diesem Zimmer sitzen und auf den Tod warten, ohne zu wissen ob es dir gut geht.” Bakari kniete sich neben ihm nieder und legte die Pfote an seine Backe. “Dann werde ich hier bei dir bleiben. Egal was passiert, ich werde dich nicht alleine lassen.” Kheru wandte schnell den Kopf ab, doch er sah dennoch, wie seine Augen feucht wurden. Wortlos umarmte er ihn und sie ließen sich gemeinsam auf das Stroh sinken. Bakari entledigte sich seines gerissenen Hemdes, und presste sich gegen ihn. Sie lagen dicht an dicht, so nah das sie des anderen Atem an ihren Nasen spürten. Seine Pfote strich über die Seite seines Gesichts, hinab zu seinem Hals und über seine muskulösen Schultern. Der Geruch von Salz und Myrrhe und Zimt. Ihre Beine verschlangen sich ineinander, und er spürte Kherus Glied durch den dünnen Stoff gegen das Seine drücken.

Bakaris Hand wanderte nach unten und öffnete den Knoten seiner Hose. Seine Pfote glitt hinein und Kheru schloss die Augen. Langsam ließ er seine Finger auf und ab wandern. Der Stoff strich über die Rückseite seiner Hand. Er spürte jede noch so kleine Bewegung, jedes Zucken zwischen ihnen. Kheru legte seinen Kopf nach vorne und küsste ihn. Der Fuchs öffnete den Mund. Ein seufzen entfloh ihm als die kitzelnde Zungenspitze über seine Unterlippe fuhr. Trotz ihrer Größe war die Drachenzunge unglaublich weich. Sein Atem strich sein Backenfell entlang. Er spürte, wie sich eine riesige Hand sanft auf seinen Hinterkopf legte und presste seine Lippen noch enger gegen ihn. Ihre Körper bewegten sich im Gleichklang, und für einen Moment gab es nur noch sie beide und die Wärme zwischen ihnen. Kheru folgte ihm ein wenig als er sich von ihm löste. Dem Weg seiner Hand folgend küsste Bakari seinen Hals und seine Schultern und seine Brust. Kheru gab einen Laut von sich, ein leises kehliges brummeln, fast wie das Schnurren einer Katze. Vorsichtig, nicht die Wunde zu berühren, bewegte er sich an ihm nach unten.

Er konnte seine Hitze durch den Stoff der Hose hindurch spüren. Langsam griff er den Bund mit den Zähnen und zog ihn nach unten. Der glatte schwarze Drachenpenis kam zum Vorschein, lang und schwer lag er auf Kherus Bauch. Bakari legte seine Hände auf die geschuppten Oberschenkel und platzierte seinen Kopf genau zwischen seinen Beinen. Diesmal ließ er sich mehr Zeit als beim letzten Mal, fuhr mit seiner Zunge über die Innenseite seiner Beine bis zum Ansatz seines Penis' und wieder hinab, küsste die weiche Haut gerade oberhalb davon und wandte sich zunächst nur seiner Spitze zu. Mit einer Hand löste er den Verschluss seiner eigenen Hose und streifte sie ab, entblößte seine Erektion, die schon bis zum Knoten aus dem Schaft schaute. Er machte mit den Händen ein Dreieck um Kherus Länge und fuhr mit seiner Zunge daran hoch, bis die Spitze an seinem Kinn lag. Bakari blickte auf und fand sich in einem kurzen, intensiven Augenkontakt. Ohne ihn zu brechen öffnete er seine Schnauze und nahm Kherus Glied in den Mund. Der Drache legte den Kopf nach hinten, und das brummeln wurde lauter. Er atmete langsam aus und schob seinen Kopf weiter nach unten, bis seine Nasenspitze den geschuppten Bauch berührte. Dort hielt er sich, so lange er konnte, dann zog er langsam zurück. Bakari fühlte sich schwindelig, wie benebelt. Die Welt um ihn herum war zusammengeschrumpft, es gab nur noch ihn und Kheru. Für eine Weile wiederholte er seine Bewegungen, auf und an der Seite entlang und ganz hinab.

Als er merkte, wie der Drache sich aufrichten wollte, drückte er ihn sanft zurück aufs Stroh. “Nicht bewegen,” flüsterte der Fuchs, “ich kümmere mich um dich.” Auf allen Vieren zog er sich nach vorne, achtsam darauf nicht an den Verband zu kommen. Er streckte seine Rute in die Luft, rutschte mit den Knien ein wenig nach hinten und brachte seinen Hintern mit der harten Erektion des Drachen in eine Linie. Mit einer Hand führte er ihn zu seinem Eingang und drückte sich nach hinten. Er zog die Luft ein als er in ihn hinein glitt. Langsam richtete der Fennek sich auf während der Drachenpenis immer weiter in ihn eindrang. Kheru's Krallen gruben sich in das Stroh unter ihnen als Bakari begann sich auf und ab zu bewegen. Er fühlte sich als würde er jede einzelne Faser seines Körpers genau spüren, von dem Gewicht auf seinem Schoß zu der Wärme die sein Glied umschloss über das dumpfe Pochen in seinem Bauch bis hin zu dem Schweif, der seine Beine kitzelte. Nicht nur das, auch seine Sinne nahm er vollständig wahr. Er spürte ihn mit seinem ganzen Körper. Hörte wie sich seine Atmung beschleunigte und das leise Winseln mit jedem ausatmen. Sah wie seine goldenen Augen im schwachen Licht zu leuchten schienen. Roch den süßen Duft seines Fells und die warme Luft um sie herum. Schmeckte immer noch den Kuss.

Bakari wurde schneller und Kheru schloss die Augen. Nichts mehr existierte außer ihm und dem Prinz der Füchse. Jedes Mal wenn die Hüften des Fenneks auf seine trafen, breitete das Gefühl sich in seinem gesamten Körper aus. Er hatte keine Schmerzen mehr. Das Fell fühlte sich unglaublich weich an, als er seine Hand auf seine Schenkel legte. Bakari blieb auf ihm sitzen, bewegte nur noch seinen Unterkörper in langsamen kreisförmigen Bögen. Kheru spürte, wie das Gefühl sich aus seinem Körper zurückzog, sich wieder auf die Stelle konzentrierte woher es gekommen war. Sein Unterleib spannte sich an und Bakari seufzte ein fiepen als der lange Drachenpenis in ihm pulsierte. Die Beine des Fuchses verkrampfen sich und er konnte ihn unter seinen Klauen zittern spüren. Kheru spürte das er ebenfalls kam, bis hinauf auf seine Brust. Auch danach blieben sie noch so. Der Fennek beugte sich nach vorne und gab ihm einen langen Kuss, und glitt langsam von ihm herab. Eine tiefe Müdigkeit umfing ihn. Er legte seinen Arm um den Fuchs und dieser kuschelte sich an ihn. “Ich möchte nie mehr einen Tag ohne dich verbringen,” flüsterte der Drache. Bakaris Lächeln schien so warm wie die Sonne selbst. “Ich auch nicht,” hörte er noch, dann gewann die Erschöpfung.

Eine Stimme brachte ihn vom Rand der Bewusstlosigkeit zurück. Bakari tippte gegen seine Schulter, bedeutete ihm zu schweigen und zeigte auf den Schleier aus Nebel. Dumpf hörte man eine Frauenstimme rufen. “Wer ist das?” wisperte Kheru tonlos. Der Fuchs zuckte die Schultern und beugte sich zu ihm. “Klingt fast wie Nubia,” flüsterte er zurück. Schnell schlüpfte er in seine Kleider und half Kheru ebenfalls dabei. Eine Handbewegung, und die Barriere verlor an Dichte. Erleichtert atmete Bakari aus und ließ sie fallen. In der Mitte der Taverne stand seine Schwester, ihre Haare eng zusammen geflochten und mit einem Schwert in der Linken. Sie rief seinen Namen, und er antwortete. Erleichtert kam sie zu ihnen hinüber. “Gott sei Dank, da seit ihr ja,” rief sie. “Bitte, bitte macht nie wieder so etwas dummes. Wir waren krank vor Sorge.” Ihr Blick fiel auf Kheru. “Bei den Göttern, das sieht übel aus. Wir müssen euch sofort zurück zum Palast schaffen.” Sie drehte sich um und rief über ihre Schulter zurück: “Ruhak! Ich habe sie gefunden, aber Prinz Kheru braucht Hilfe.”

Die beiden Prinzen glaubten weder ihren Augen, noch ihren Ohren. Ruhak kam schnellen Schrittes zu ihnen, und kniete sich neben Kheru nieder. “Den Göttern sei Dank, ihr seid in Ordnung. Zum Glück hatte ich Recht mit meiner Vermutung. Warum habt ihr das nicht die Stadtwache regeln lassen?” Bakari ballte die Hand zur Faust. “Nubia,” knurrte er. “Er war es der uns hierher gelockt hatte.” Ruhak ließ die Ohren sinken und wandte sich zu seiner Schwester. “Es tut mir so unglaublich leid. Wir hatten uns über Amris‘ Visionen unterhalten und ich hatte ihnen von diesem Ort erzählt. Ich hätte wissen müssen das sie selbst zur Tat schreiten. “Er lügt!” Bellte Bakari. “Er hat diesen Hinterhalt organisiert. Er war es der mir das Messer gab. Er will Kheru und mich tot sehen!” Ruhak legte den Kopf schief. “Welches Messer?” Er griff seinen Bruder an der Schulter. “Ihr wart fast zwei Tage hier eingesperrt. Ohne Wasser und belagert von Gefahr. Prinz Kheru ist verletzt, und wir wissen das er dir sehr wichtig ist. Ich bitte dich Bruder, beruhige dich. Wir können alles besprechen wenn wir zurück im Palast sind, aber jetzt müssen wir euch erst einmal hier raus schaffen. Könnt ihr laufen?”

Kheru nickte nur. Am liebsten wäre er ihm an die Kehle gesprungen, doch zum einen fehlte ihm die Kraft und zum anderen würde das unweigerlich auch eine Konfrontation mit Nubia zur Folge haben. Also ließ er sich aufhelfen und blieb still. Die beiden Prinzen stützen seine Arme, während ihre Schwester voraus lief. Ein selbstzufriedenes Lächeln breitete sich auf Ruhaks Gesicht aus. “Was für ein Glück das wir euch rechtzeitig gefunden haben,” sagte er gerade laut genug das die beiden es hören konnten. “Ich wäre sicher in Erklärungsnot gekommen, hätte ich als besorgter Bruder nicht nach euch gesucht.” “Du bist hinterlistig und feige,” knurrte Bakari zurück. Sein Bruder lachte. “Das mag sein. Aber Nubia vertraut mir. Ihr könnt ja gerne versuchen ihr die Wahrheit zu erzählen. Doch fragt euch zuvor, wem man eher glaubt. Dem Berater des Königs und dem Prinzen, der den Thron besteigen wird? Oder einer Echse und seiner Konkubine.” Bakari fletschte die Zähne. “Den Thron besteigen? Darum geht es dir?” Die Stille seines Bruders war Antwort genug. Nubia drehte sich zu ihnen um. “Alles in Ordnung?” Ruhak nickte und setzte eine besorgte Mine auf. “Prinz Kheru kann nur langsam gehen.” Er tätschelte den Verband. “Seine Wunde ist ziemlich tief.” Am liebsten hätte er ihm am Arm gepackt und zugebissen.

Er merkte kaum, wie sie am Palast ankamen. Jeder Schritt die Treppen hinauf war wie ein Schritt durch die Unterwelt gewesen. Irgendwie kam er in sein Zimmer und als er wieder aufwachte war der Verband um seinen Bauch erneuert worden und Bakari saß an seiner Seite. Er konnte sehen, dass er geweint hatte, doch nun war davon nur die Asche der Wut übrig. “Du hättest sterben können,” knurrte er. “Ich werde nicht zulassen das so etwas noch einmal passiert. Wir müssen meinen Bruder aufhalten.”

Kheru schaffte es zu nicken. “Im Moment sieht es schlecht aus für uns. Aber wir wissen etwas das er nicht weiß.”

“Die Kammer unter dem Palast,” beendete der Fuchs seinen Gedanken.