Drachenauge - Prolog
Prolog zu der Geschichte Drachenauge (Arbeitstitel), den ich seit einigen Jahren schreibe und vor einiger mein erstes Etappen Ziel erreicht habe.
Die Geschichte beinhält derzeit 24 Kapitel mit gesamt ca. 230 Seiten, die ich nun nach und nach hochladen möchte.
Derzeit bin ich noch dabei, den gesamten Text ein vorerst Letztesmal zu überarbeiten, was wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird und ich daher auch keinen festen Uploadplan versprechen kann. Es liegt aber auch in meinem eigenen Interesse, damit schnellst möglich fertig zu werden.
Über Kommentare und Kritiken jeder Art würde ich mich sehr freuen.
Und wenn jemand Ideen für Namen von Ortschaften, Drachen, Dämonen etc. hat, kann er sie mir gerne mitteilen. Ich bin was sowas angeht echt einfallslos -.-
Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim lesen
Gruß
Turmalon
„Euer Majestät!“, rief ein außer Atem geratener Diener, der durch die Tür der königlichen Gemächer gestürmt kam. Der König, der sich gerade mit seiner Gemahlin bei etwas Tee und Gebäck unterhielt, warf einen scharfen Blick zu ihm und fragte empört: „Was hat diese Störung zu bedeuten? Schnell, sprich und lass es etwas Wichtiges sein!"
Der Diener war mittlerweile an den Balkon herangetreten, von welchem man einen guten Ausblick auf die umgebenden Ländereien hatte. Er berichtete dem König, welcher noch immer am Tisch saß und den Störenfried durchdringend ansah: „Es wurde wieder ein Dorf angegriffen!“
Nun sprang der König auf, drängte seinen Diener beiseite und eilte durch die Tür. Sein Ziel war der Kartenraum, welcher sich einige Stockwerke tiefer neben dem Thronsaal befand. Als er dort ankam, warteten bereits sein Berater und der Kommandant auf ihn. Der König beugte sich über eine Karte, die auf einem großen Tisch ausgebreitet war und das gesamte Königreich Ah zeigte.
Schnell bemerkte er die neue Markierung, welche einen Ort an der Nordostküste kennzeichnete.
Daraufhin sagte der Kommandant: „Eine Patrouille hat es vor drei Tagen entdeckt. Es handelte sich um ein Fischerdorf mit, laut der letzten Zählung, 83 Einwohnern, alles Zivilisten. Es wurden kaum Kampfspuren gefunden, nur die niedergebrannten und verkohlten Überreste des Dorfes und seiner Einwohner. Die Patrouille berichtet auch, dass es diesmal einen Überlebenden gab.“
Bei diesen Worten wurde der König hellhörig und hoffte endlich auf einen Hinweis. Der Kommandant fuhr fort: „Allerdings war er zur Zeit des Angriffes auf See und nicht in Sichtweite des Dorfes.“
„Sechs Dörfer“, begann der König kopfschüttelnd, „sechs Dörfer innerhalb eines Monats, verteilt über das gesamte Reich und ohne erkennbares Muster, gänzlich ausgelöscht. Und keiner hat etwas gesehen oder gehört?“ Nun schüttelten sowohl der Berater, als auch der Kommandant ihren Kopf, um die Frage zu verneinen.
„Eure Majestät“, unterbrach eine in eine braune Kutte gekleidete Person mit zischender Stimme die Besprechung. Sie stand im Eingang des Raumes und wurde von einer Wache begleitet. „Ich glaube, euch weiterhelfen zu können.“, behauptete der Unbekannte. Daraufhin sahen die drei Männer den Neuankömmling ungläubig an und der Berater des Königs fragte: „Und wie willst du das anstellen?“
„Bei meiner Wanderung durch das Land, bin ich vor einiger Zeit an einem Ort vorbeigekommen, dessen Bewohner mir nicht sehr wohlgesonnen waren. Weswegen ich im nahegelegenen Wald Unterschlupf suchte. In der darauf folgenden Nacht wurde ich von Schreien geweckt und als ich nachsah, brannte das Dorf bereits lichterloh. Dann sah man, wie plötzlich ein Feuerstrahl vom Himmel fiel und einige der Dorfbewohner traf, welche fliehen wollten. Dabei konnte ich auch den Verursacher des Feuers erkennen, einen Drachen!“
„Das kann nicht sein!“, schrie der König den Unbekannten an. „Die Drachen haben uns immer in Ruhe gelassen, solange wir das auch taten.“
„Es würde aber so einiges erklären“, unterbrach ihn sein Kommandant mit ruhiger Stimme.
„Ich kann es dennoch nicht glauben. Schickt einen Boten zu Nyrns Hort. Er war bisher immer sehr hilfsbereit und sehr aufgeschlossen, was ungelöste Rätsel angeht. Vielleicht kann er bestätigen, was dieser Landstreicher behauptet. Und falls es stimmt, wird er uns auch hoffentlich sagen können, was mit seinen Artgenossen los ist.“, sagte der König zu den beiden anderen und merkte dann, dass der Unbekannte auch noch anwesend war. „Und macht, dass mir dieser Unglücksbote aus den Augen kommt.“
Daraufhin wandte sich der Angesprochene ab, warf sich die Kapuze über den Kopf und fing an, breit zu grinsen, ohne das es jemand mitbekam.
Einige Tage später fand man den Boten tot auf einer Straße in der Nähe von Nyrns Hort. Er war völlig verbrannt. Nur am Siegelring, der ihn als Boten im Auftrag des Königs auswies und den Angriff erstaunlicherweise nur leicht beschädigt überstanden hatte, konnte man ihn identifizieren.