Der letzte Engel 9: Schwestern

Story by Highlight on SoFurry

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Mit den spärlichen Informationen die sie von Lilith bekommen hatte, machte sich Alyssa auf den Weg zu den Schlossgärten. Was sie nun genau von der Dryade zu erwarten hatte, wusste sie zwar nicht, doch sie hatte einen Plan! Zum ersten Mal ging sie halbwegs selbstbewusst durch die Gänge in dem Wissen nicht komplett überrascht zu werden. Ein fataler Irrglaube.


Mit ihrem Plan im Gepäck machte sich Alyssa auf direktem Weg auf zu dem großen Areal auf der Karte welches kreisrund war und nur mit dem Wort „Gärten“ markiert war. Der Bereich war groß. Viel zu groß wenn Alyssa genau darüber nachdachte, sie hätte ihn von Shakazaras Turm aus eigentlich sehen müssen, bisher war ihr aber noch kein derartiger Bereich aufgefallen. Über verwinkelte Gänge führte sie ihr Weg tiefer ins Schloss als sie bisher je vorgedrungen war. Je weiter sie auf unbekanntes Terrain glitt, desto unangenehmer fühlte sich ihre Magengegend an. Sie vermisste bereits den Teppich der im Bereich der Kapelle lag. Jetzt fanden ihre nackten Füße nur noch festen Lehmboden unter sich. Sie war nicht mehr weit von ihrem Ziel entfernt. Verwundert schaute Alyssa auf ihre Karte und auf die Kreuzung an der sie angekommen war. Nein, sie war hier noch definitiv richtig. Dennoch konnte etwas nicht stimmen. Sie war viel zu tief und einzig die verzauberten Fackeln wiesen ihr den Weg. So tief unten konnte doch unmöglich ein Garten sein. Pflanzen brauchten schließlich Licht. Ihr Weg führte sie an den Rand der Burg. Nahe dem Berg an dem sie gebaut war. Eine ganze Reihe an Türen musste sie entlang des Ganges durchschreiten um endlich zu den Gärten zu gelangen. Das erste was ihr auffiel war, dass sie alleine war. Wenn Alyssa es genau betrachtete, dann hatte sie schon seit geraumer Zeit niemanden mehr gesehen. Keine Bediensteten, keine Dämonen, keine patrouillierenden Wachen, nichts. Der Rest des Schlosses wimmelte nur so vor diesen Wesen doch hier war es überraschend verlassen. Alyssa konnte sich darüber jedoch keine Gedanken machen und durchschritt die letzte Tür.

Staunend blieb Alyssa stehen und sah sich die Gärten an. Die letzte Tür hatte sie auf einen kleinen Felsvorsprung geführt. Geschätzt fünfzig Meter über dem Höhlenboden der größten Höhle die Alyssa jemals gesehen hatte. Die schwüle Luft und die hohe Temperatur ignorierte sie komplett und staunte stattdessen über das Bild vor ihr. Die Höhle war annähend kreisrund und hatte einen Durchmesser der jeder Beschreibung spottete. Man hätte ein ganzes Dorf darin bauen können, so groß war sie. Genügend Holz hätte man auf jeden Fall gehabt. Von ihrer erhöhten Position aus sah Alyssa auf die Baumkronen eines ganzen Waldes hinab. Mitten in einer komplett geschlossenen Höhle. Ein Bach floss an einer der Höhlenwände als Wasserfall hinab und floss zu einer Art kleinem Teich in der Mitte der Kuppel. Es war hell. Viel heller als es hätte sein dürfen. Woher das Licht jedoch kam wusste Alyssa nicht. Es schien einfach da zu sein ohne einen echten Ursprung zu haben. Überwältigt von dem Anblick ging Alyssa zum Rand des Felsvorsprunges. Ein Geländer war dort scheinbar zur Sicherheit montiert und sie stütze die Hände darauf um sich das Bild einzuprägen. So etwas hatte sie noch nie gesehen. Wenn sie es nicht besser gewusst hätte, dann hätte sie gedacht sie hätte das Paradies in dieser Hölle gefunden. Die Bäume schienen so friedlich und das satte Grün ihrer Blätter wirkte so lebendig und natürlich das Alyssa nicht anders konnte als zu grinsen. Sie konnte sich kaum vorstellen, dass diese Flora so ein Scheusal sein konnte wenn sie doch eine solche Schönheit fabriziert hatte. Es dauerte noch eine ganze Weile bis sich Alyssa von dem Anblick losreißen konnte. Eine steile Treppe führte entlang der Höhlenwand hinunter in den Garten. Wald wäre der bessere Begriff befand Alyssa.

Als sie die Treppe hinab stieg wurde ihr das tropische Klima in der Höhle erst so richtig bewusst. Die wenigen Stufen reichten bereits aus um ihr den Schweiß an die Stirn zu drücken. Als sie endlich das Ende erreicht hatte, war sie schweißnass und keuchte. Der tropische Wald in dem sie sich wieder fand hatte keine Wege, keine Markierungen und keinerlei Hinweis darauf, wo sie diese Flora finden könnte. Die schwüle Luft machte ihr jeden Schritt noch schwerer als das Gestrüpp welches von allen Seiten nach ihr griff. Wenn sie einfach blind darauf los suchen müsste, dann könnte es eine Ewigkeit dauern bis sie Flora fand. Sie hoffte einfach, dass sie noch immer auf dem Weg in die Mitte des Kreisrundes war und das sich dort die Dryade aufhielt. Noch immer faszinierte es Alyssa wie mitten in einer unterirdischen Höhle ein ganzer tropischer Wald Platz finden konnte. Es sprach einiges über die Fähigkeiten der Botanikerin wenn sie es geschafft hatte hier unten solche Pflanzen zu kultivieren. Mit einer Hand schlug sich Alyssa auf den Nacken und sah sich anschließend den zerquetschten Moskito an, der in ihrer Handfläche lag.

„Oh … nur eine … Mücke“, sprach Alyssa als sie langsam auf das weiche Gras unter ihr sank und sich ihre Augen schlossen.

Als Alyssa wieder zu sich kam dröhnte ihr der Kopf. Der Versuch sich die Schläfen zu reiben scheiterte als sie feststellte, dass ihre Arme über ihrem Kopf festgebunden waren. Blinzelnd öffnete sie ihre Augen und sah sich um. Zwei Männer standen neben ihr, Wachen so wie es aussah. Die Panther mit seidig glattem Pelz hielten lange Speere in der Hand, hatten ihr jedoch den Rücken gekehrt. Alyssa sah ein kleines Gewächshaus vor sich und wunderte sich warum man in so einem Klima noch ein Gewächshaus brauchte. Es wurde komplett von den umliegenden Bäumen überschattet, es erklärte zumindest warum sie es bisher nicht gesehen hatte.

„Flora“, murmelte Alyssa.

„Ich suche die Dryade Flora“, erklärte sie erneut und hoffte das die Wachen darauf reagieren würden. Mehr als ein kurzes rümpfen ihrer Nasen bekam sie jedoch nicht. Sie blieben still wie Statuen und fixierten den Eingang zum Gewächshaus. Da sie nichts anderes zu tun hatte, oder tun konnte, schloss sich Alyssa ihnen an. Wie lange sie dort stand wusste sie nicht, sie wusste nur, dass die Schweißperle die gerade ihre Wange hinab lief grauenhaft kitzelte und sie alles dafür gegeben hätte wenn sie sich hätte kratzen können oder sie zumindest wegwischen hätte können. Ohne Vorwarnung versteiften sich die Wachen und Alyssa sah neugierig auf das Gewächshaus. Die Tür öffnete sich und jemand oder besser gesagt etwas kam heraus. Was auch immer es war, es war von Kopf bis Fuß in einen dicken Lederanzug gehüllt. Alyssa hatte so etwas schon einmal gesehen, bei einem Bild von einem Taucher. Auch diese Person war komplett eingehüllt in extra fein vernähtes Leder. Schwere Stiefel stampften auf sie zu während die behandschuhten Hände an der Kapuze fummelten. Ihr Gesicht war jedoch am seltsamsten. Sie schien eine Art Maske zu tragen doch zwei runde, wie Dosen aussehende Zylinder ragten davon weg. Wie sie dadurch überhaupt Luft bekam wusste Alyssa nicht. Die Kapuze die eng an die Maske geschnürt war löste sich langsam und eine Hand streifte sie nach hinten. Die Maske schien ihr direkt aufs Gesicht geschnallt zu sein und hielt von ganz alleine an ihrem Kopf. Alyssa konnte dunkelblondes Haar erkennen während die Gestalt an den Schnallen der Maske fummelte. Sie war in der Zwischenzeit direkt vor ihr und Alyssa fiel auf, dass sie deutlich kleiner war sie gedacht hatte. Sie hatte in etwa die gleiche Größe wie sie selbst und sie war nicht gerade für ihre Größe bekannt. Es war eine willkommene Überraschung einmal nicht überschattet zu werden. Nach einer ganzen Weile und einigen gemurmelten Flüchen schaffte die Fremde es dann doch sich die Maske vom Kopf zu ziehen. Alyssa stockte der Atem. Was sie nun vor sich sah spottete jeder Beschreibung.

Während die Fremde sich von einem der Wachen mit dem Anzug helfen ließ starrte Alyssa sie unverschämt an. Es machte Sinn. Endlich machte alles einen Sinn und erklärte das Verhalten der Schlange.

„Du … du musst Flora sein“, sprach Alyssa, sie konnte sich aber die Antwort schon denken. Die Fremde hatte in der Zwischenzeit die Handschuhe mit Hilfe der beiden Wächter abgenommen und sah nun zum ersten Mal wirklich zu Alyssa. Die Augen von ihrem Gegenüber wuchsen rapide an als ihr ernster Gesichtsausdruck langsam auflockerte.

„Du …“, begann Flora doch schien selbst genauso verblüfft zu sein wie Alyssa selbst. Mit einem geistesabwesenden Fingerschnippen befahl sie den Panthern sie loszubinden was diese auch sofort taten. Alyssa rieb sich zwar die etwas wunden Handgelenke, doch ihr Blick wanderte nie weg von Flora. Die Dryade starrte sie lange an, viel zu lange wie Alyssa befand. Sie konnte förmlich sehen wie im Kopf ihres Gegenübers die Zahnräder fieberhaft arbeiteten nur um dann plötzlich zu einem abrupten halt zu kommen. Ein breites Grinsen machte sich auf ihrem Gesicht platz und Alyssa wurde es ein kleines bisschen unheimlich. Ohne Vorwarnung fiel ihr Flora um den Hals und drückte sie eng an sich. Alyssa blieb steif stehen, erwiderte aber nach einem Moment die Umarmung. Als Flora endlich von ihr abgelassen hatte hielt sie Alyssa an den Schultern fest und musterte sie noch einmal.

„Du bist eine normale Sterbliche also jünger als ich, dass heißt, dass du meine kleine Schwester bist! Großartig! Ich wollte immer schon eine kleine Schwester haben! Bei den Höllen das ist großartig!“, freute sich ihr Gegenüber und schnippte erneut mit dem Finger. Ohne auch nur ein Wort gesagt zu haben rannten die Panther los und schienen irgendwelche Befehle zu befolgen.

„Ich bin in einem Moment bei dir, warte in meiner Hütte auf mich!“, befahl Flora ihr und deutete auf eine kleine Hütte die im Schatten eines großen Baumes stand. Sie ließ Alyssa alleine und verschwand in die andere Richtung. Alyssa blieb noch einen Moment perplex stehen. Sie konnte immer noch nicht fassen was sie gerade gesehen hatte und vor allem was es bedeutete. Es erklärte jedoch einiges. Zum Beispiel warum die Schlange ihr geholfen hatte. Über dieses Wissen war sie nicht unbedingt glücklich doch besser so, als wenn sie ihr gar nicht geholfen hätte und sie gleich am ersten Tag im Schloss gestorben wäre. Mit gemischten Gefühlen ging Alyssa auf die kleine Hütte zu und trat ein. Sie hatte nicht das Gefühl, als müsse sie vor Flora Angst haben. Im Inneren des Hauses fand sie einen großen Raum der die ganze Hütte einnahm. Eine Werkbank mit Regalen die bis oben hin mit Phiolen und Gläsern, Bechern und Töpfen vollgestapelt waren. Bücherregale die unter ihrer Last beinahe zu brechen drohten. Eine Kreidetafel mit Notizen die zwar in ihrer Sprache geschrieben waren, aber für Alyssa genau so gut auch Latein sein hätten können. Sie verstand kein Wort von den Formeln und Rezepturen. Ein kleines Bett stand am anderen Ende mit einem einfachen Schrank, einer Spiegelkommode und einem Esstisch. Ein einziger Stuhl zeugte davon, dass Flora wohl nicht oft Besuch empfing. Es passte zu den Beschreibungen von Lilith und Shakazara. Etwas unsicher ob sie den einen Stuhl der ganz offensichtlich Flora gehörte benutzen sollte oder nicht blieb sie einfach im Eingangsbereich stehen. Bündel von getrockneten Kräutern und eine Vielzahl an Blumentöpfen nahmen jeden noch verbleibenden Quadratzentimeter des Hauses ein und so hatte sie wenigstens genügend Sachen mit denen sie sich die Zeit vertreiben konnte. Sie war sich nicht sicher ob es gesund wäre an den Blumen zu riechen, auch wenn einige mit verführerischen Blüten lockten doch sie konnte sich zumindest an ihrer optischen Schönheit erfreuen.

Nach nur kurzem Warten kam Flora in den Raum und Alyssa schluckte als sie sah, dass diese gänzlich nackt war. Flora winkte ihr kurz zu bevor sie zu ein paar Töpfen ging in denen besonders schöne Orchideen wuchsen. Mit einem ausgestreckten Finger berührte sie eine von ihnen und sprach ein paar kurze Worte in einer fremden Sprache als die Pflanzen sich zu bewegen begannen. In Windeseile schlangen sie sich um Floras Körper und bildeten eine ziemlich gewagte, dennoch aber wunderschöne Kleidung aus Blüten und Ranken. Sie verdeckte zwar nur das Notwendigste und auch das mehr Schlecht als recht, doch die hübschen Blüten hatten einen ganz eigenen Reiz. Nun endlich kam sie zu Alyssa und diese sah sie noch immer verwundert an. Es war vermutlich auch gerechtfertigt. Man traf schließlich nicht jeden Tag auf sein Spiegelbild. Sie hätten Zwillinge sein können so ähnlich waren sie. Die Maus vor ihr hatte die selbe Statur, die gleiche weiße Fellfarbe, war ebenso zierlich gebaut und trug dunkelblonde Haare. Ihre Frisur war etwas anders aber das war auch schon der einzige Unterschied zwischen ihnen. Da Lilith ihr erzählt hatte was vor hundertzwanzig Jahren zwischen Flora und Shakazara gelaufen war, konnte sie zumindest nicht wirklich ihre Schwester sein. Auch wenn sie sich zum Verwechseln ähnlich sahen.

„Das ist großartig! Ich habe mir immer gewünscht eine Schwester zu haben!“, strahlte sie Flora an und auch wenn Alyssa keine böse Absicht in den Worten hören konnte, so war sie sich nicht sicher ob sie auch so begeistert von dieser Idee war.

„Wie ist dein Name?“, fragte sie und zog Alyssa dabei mit der Hand zu ihrem Bett. Sie setzte sich auf die Bettkante und zog Alyssa zu sich. Mit dem kindlichen Grinsen einer Dreijährigen die gerade einen Hundewelpen bekam sah sie sie weiter an und wartete offenbar auf eine Antwort. Schnell versuchte sich Alyssa zu erinnern was sie gefragt hatte.

„Alyssa. Mein Name ist Alyssa“, antwortet sie etwas holprig.

„Alyssa. Ein schöner Name! Er steht dir! Mein Name ist Flora Girasol. Willkommen in meinem Reich!“, verkündete sie und breitete die Arme von sich aus.

„Ich kann es immer noch nicht glauben eine echte Schwester zu haben. Das ist einfach großartig! Ich muss dir so viel zeigen! So viel erzählen, oh ich kann es kaum erwarten“, platzte die Maus vor ihr beinahe schon vor lauter Aufregung. Bevor sie jedoch anfangen konnte wurden sie von der sich öffnenden Tür gestört. Einer der Panther trat ein und stellte eine Karaffe und zwei Becher auf den Tisch bevor er lautlos wieder den Raum verließ. Alyssa sah ihn beunruhigt an doch Flora schien ihn nicht einmal wahrzunehmen. Sie wartete bis er weg war und griff sich dann die Karaffe um ihnen die Becher zu füllen.

„Der ist aus meiner eigenen Kelterei. Ich habe nur wenig Weinreben, sie wachsen nichts sehr gut dafür sind sie sehr süß. probier!“, forderte sie Alyssa auf und hielt ihr erwartungsvoll den Becher hin. Etwas zögerlich griff Alyssa den Becher und roch an dem Wein. Süß roch er auf jeden Fall. Flora füllte derweilen den zweiten Becher und hielt ihn zum Anstoßen vor sich. Alyssa tat ihr den Gefallen und nach zwei Wörtern von Flora die zwar gleich klangen aber für sie gänzlich fremd waren, hob sie den Becher an ihre Lippen und trank einen großen Schluck. Alyssa nippte nur sehr vorsichtig daran. Sie war nie eine große Weintrinkerin gewesen. Allen voran, weil sie ihn sich einfach nicht leisten konnte aber auch weil ihr der Geschmack nicht zusagte. Floras Wein schmeckte jedoch ganz annehmbar. Sie würde gegen den Durst zwar dennoch ein Glas Wasser bevorzugen, doch zumindest musste sie bei diesem Wein nicht das Gesicht verzeihen wenn sie ihn trank.

„Und?“, fragte Flora neugierig.

„Er ist gut. Sehr gut. Danke“, lobte Alyssa sie und Flora strahlte sie beinahe quietschend an vor Freude. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Maus ein hinterhältiges Miststück sein sollte so wie Lilith sie beschrieben hatte. Sie wirkte … nun ja sie wirkte eigentlich ziemlich normal. Sie freute sich offen darüber in ihr eine Schwester gefunden zu haben doch ansonsten war sie die normalste Person die sie bisher getroffen hatte. Sie sprach weder in Rätsel, noch benahm sie sich arrogant. Sie war die erste, bei der Alyssa nicht in ständiger Angst war. Es war eine willkommene Abwechslung. Mit einem beruhigendem Seufzen ließ sie ihre Anspannung etwas fallen und Entspannte sich etwas.

„Hast du Hunger? Ich kann uns sofort etwas bringen lassen?“, fragte Flora. Eine gute Gastgeberin war sie auf jeden Fall doch Alyssa lehnte dankend ab.

„Erzähl, ich bin so neugierig, wo kommst du her? Wie bist du hier gelandet? Warum hast du zwei fast verheilte Bisswunden von einem Succubus am Hals? Wie hast du es geschafft an meiner Mandragora vorbei zu kommen? Wieso siehst du genauso aus wie ich? Denkst du wir sollten uns den gleichen Haarschnitt machen? Wir würden wie Zwillinge aussehen! Wolltest du auch schon immer eine Schwester haben? Du kennst Shakazara, nicht wahr? Der Geruch von ihren Räucherstäbchen hängt dir noch am Fell. Willst du erst ein Bad nehmen? Ich habe einen kleinen Teich der himmlisch ist zum Baden.“

Alyssa konnte kaum glauben dass sie so lange sprechen konnte ohne auch nur ein einziges Mal Luft zu holen.

„Ich … also das sind ganz schön viele Fragen“, lachte Alyssa etwas verlegen auf. Sie hatte sich nicht einmal die Hälfte davon gemerkt.

„Tut mir Leid, ich bin nur so aufgeregt. Erzähl einfach wie es dazu kommt das du hier bist. Du bist keine Sklavin, das du auch keine Dienerin bist ist offensichtlich. Also wie kommt es dass du hier im Schloss bist?“, fragte Flora neugierig. Alyssa haderte mit sich selbst. Sie hatte sich eine Geschichte zurechtgelegt mit der sie Flora überzeugen wollte, ihr die entsprechenden Kräuter zu geben, doch der Plan schien nun nicht mehr ganz so gut zu klappen. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass sie Flora sofort durchschauen würde, wenns sie sie anlügen würde. Es mochte verrückt sein, doch Alyssa tat das in dieser Situation vermutlich Dümmste. Sie erzählte die Wahrheit. Von ihrem Leben im Kloster, von Rebecca, Liavannia, der Schlange, Lilith, einfach alles und auch wenn sie Flora erst wenige Minuten kannte, so hatte sie überraschend wenig Probleme damit ihr dies alles zu erzählen. Auch die Stellen die sie sich geschworen hatte niemals wieder zu erwähnen erzählte sie ihr. Flora war trotz ihrer anfänglich energischen Art eine überraschend gute Zuhörerin. Als Alyssa von ihrer Zeit bei dem Minotaurus erzählte und ihr dabei ein paar Tränen kamen hatte sie sie sofort in den Arm genommen und getröstet und es half. Es überraschte Alyssa doch es half wirklich von jemanden in den Arm genommen zu werden der scheinbar echtes Interesse an ihrem Wohlbefinden hatte. Es überraschte sie wie ruhig sie geblieben war als sie ihr von Shakazara erzählte. Laut Lilith hätte sie das mehr treffen müssen doch Flora blieb ruhig.

„Und das bringt mich zu dir. Ich brauche die Zutaten für einen Unsichtbarkeitstrank und du bist die Einzige die mir helfen kann“, schloss Alyssa ihre Erklärung ab. Flora nickte.

„Ja, ich habe Nachtschatten angebaut. Viel sogar. Liavannia hat großes Interesse daran. Ich kann aber unmöglich zulassen, dass du gleich wieder gehst jetzt wo wir uns gerade erst kennengelernt haben! Bleib doch einfach eine Weile bei mir“, schlug Flora freudig vor.

„Das geht nicht. Ich bin schon fast eine Woche hier und ich will Rebecca befreien bevor Liavannia wieder zurück kommt“, erklärte ihr Alyssa etwas traurig das Angebot ihrer neugefundenen Schwester ablehnen zu müsse.

„Dann hast du doch noch massig Zeit. Du kannst also problemlos ein paar Tage hier bleiben“, freute sich Flora.

„Aber Liavannia meinte sie würde eine Woche in der Kutsche unterwegs sein. Also habe ich nicht mehr lange Zeit bis sie zurück ist“, widersprach Alyssa. Flora hob nur einen Finger um sie zum Schweigen zu bringen.

„Sie ist eine Woche in der Kutsche bis sie im Vatikan ist. Das heißt sie braucht auch genauso lange wieder zurück. Außerdem wird sie nicht sofort wieder abreisen wenn sie dort ist. Sie hat dort sicher ein paar Sachen zu erledigen und wird vermutlich mindestens drei oder vier Tage dort verbringen. Ich erwarte sie nicht vor dem nächsten Vollmond zurück und der ist noch eine ganze Weile hin. Also hast du genug Zeit!“, freute sich Flora und schien bereits für sie entschieden zu haben. Alyssa sah Flora an und schüttelte anschließend lachend den Kopf. Daran hatte sie noch gar nicht gedacht. Flora hatte recht.

„Und du hilfst mir dann mit den Kräutern, wenn ich eine Weile bleibe?“, fragte Alyssa.

„Nein. Ich werde Shakazara niemals auch nur eine einzige Polle meiner Pflanzen geben. Aber ich kann dir den Unsichtbarkeit Trank selbst herstellen. Dann brauchst du dich nicht auf zweitklassige Arbeit zu verlassen“, bot ihr Flora an doch so wie sie den letzten Teil betont hatte, war sich Alyssa sicher, dass Lilith ihr nicht die ganze Wahrheit gesagt hatte.

„Du kannst ihn auch herstellen?“, fragte Alyssa stattdessen hoffnungsvoll.

„Natürlich! Das ist nur eine Kleinigkeit. Ich habe schließlich alle Zutaten hier“, betonte sie bevor sie aufgeregt nach Luft schnappte.

„Wir können ihn gemeinsam brauen! Dann kann ich dir alles zeigen und wir werden so viel Spaß haben! Oh ja, lass ihn uns zusammen herstellen.“

Flora schien bereits für sie entschieden zu haben doch Alyssa stimmte trotzdem zu. Vielleicht würde es ihr sogar ganz gut tun ein paar Tage keine Angst haben zu müssen und etwas Zeit mit einem normalen Wesen verbringen zu können. Wenn sie dann direkt mit dem Trank hier raus gehen könnte, wäre es gleich doppelt positiv gelaufen.

„Komm mit!“, forderte Flora sie auf und sprang vom Bett. Eilig packte sie ein paar Sachen in eine Tasche und schwang sie sich über die Schulter. Mit einem auffordernden Blick sah sie zu Alyssa die noch immer auf dem Bett saß aber dann doch aufstand und ihr folgte.

Der Weg war nicht weit. Flora hatte sie an die Hand genommen und schien gar nicht daran zu denken diese loszulassen. Eilig führte sie sie durch das Gestrüpp hin zu einem kleinen Bach. Ein kleiner Damm staute das Wasser zu einem beschaulichen Becken auf und Flora bedeutete mit der Hand zum Wasser. „Es ist gar nicht kalt, keine Angst!“, versicherte sie ihr bevor sie ihre Hand los ließ und ins Wasser stieg. Es war nicht tief, das flache Bachbett war zwar ausgegraben worden wie es schien, doch weiter als bis zur Hüfte reichte es ihr dennoch nicht. „Nun komm schon“, forderte Flora sie erneut auf. Alyssa jedoch zögerte noch.

„Ich verzichte, danke“, lehnte sie so höflich sie konnte ab. Flora sah sie missmutig an.

„Zwing mich bitte nicht es zu sagen, komm einfach rein und dann kann ich mich auch um die beiden Bissspuren an deinem Hals kümmern“, bot ihr Flora an. Instinktiv fuhr Alyssa sich mit der Hand zum Nacken wo Lilith sie gebissen hatte. Die Haut fühlte sich etwas härter an wo ihre Zähne sich in sie gebohrt hatten, doch Schmerzen spürte sie keine.

„Was willst du nicht sagen?“, fragte Alyssa verwirrt.

Tief seufzend ließ Flora die Schultern hängen. Einzig ihr Kopf und die Blüte die sich über ihr Ohr schlängelte waren noch über Wasser. Sie schien mit sich zu hadern.

„Du … naja … du riechst“, presste sie hervor hob allerdings sofort beschwichtigend die Hände.

„Nicht schlecht! Nicht schlecht! Du riechst nach ihr. Nach Lilith! Der Biss!“, überschlug sie sich sofort mit Erklärungen doch Alyssa verstand kein Wort.

„Hör zu, komm ins Wasser, ich habe sogar eine Bürste mitgebracht, in der Tasche. Ich bürste dir das Fell und erkläre dir dabei was es mit dem Biss auf sich hat, okay?“, bot ihr Flora mit einem schwachen Lächeln an. Widerwillig musste Alyssa einsehen, dass sie ihr nicht widerstehen konnte wenn sie sie so mitleidig ansah. Ob sie selbst auch so aussah wenn sie jemanden um etwas bat? Widerwillig legte sie ihre Kleider ab und nahm die Bürste aus Floras Tasche bevor sie zu ihr ins lauwarme Wasser stieg. Die fremde Maus lächelte zufrieden und nahm ihr die Bürste ab. Sie zog Alyssa in die Mitte wo sie sich sofort von hinten an sie schmiegte und begann ihre Haare vom Nacken wegzustreichen. Neugierig sah sie sich die Stelle an wo ihre neugefundene Schwester gebissen wurde und strich sanft mit den Fingern darüber.

„Das war nett von Lilith. Sie hat dir damit sicherlich ganz schön geholfen aber du hättest es nicht offen lassen dürfen. Es hat sich etwas entzunden, nicht schlimm, ich habe eine Salbe dafür“, erklärte sie ihr bevor sie die Bürste nahm und langsam anfing Alyssa durch die Haare zu streichen. Ein Schauer fuhr Alyssa den Nacken hinab. Die vertraute Berührung der Bürste ließ sie entspannt seufzen. Sie konnte es sich kaum erklären warum sie sich in Floras Nähe so sicher fühlte, doch es tat ihr auf jeden Fall gut.

„Weißt du, Dämonen und sämtliche Diener der Höllen haben einen sehr ausgeprägten Besitzdrang. Jeder gehört jemanden. Es ist ein Gesetz. Man kann es spüren wenn man selbst ein Diener des Bösen ist. Die Panther zum Beispiel die du gesehen hast. Sie gehören mir. Ihr Leben, ihre Seele, sie sind mein Besitz. Genauso wie mein Leben der Besitz von Madame Liavannia ist. Es ist die Hierarchie nach der die Höllen funktionieren. Jeder hat einen Platz und jeder hat seinen Herren oder seine Herrin. Jeder der auch nur einen Hauch von Magie sein Eigen nennen kann, kann sofort sehen wer wessen Herr ist. Die Wachen im Schloss zum Beispiel. Es hätte dir rein gar nichts gebracht wenn du mit der Uniform einer Bediensteten durch die Gänge gelaufen wärst, wenn du niemanden gehört hättest. Sie hätten sofort gewusst, dass du ein Eindringling oder Spion bist. Was Lilith getan hat als sie dich gebissen hat war simpel. Sie hat dich markiert. Sie hat dich als ihr Eigentum abgestempelt. Darum konntest du auch an den Wachen vorbei laufen ohne behelligt zu werden. Sie hat also die Wahrheit gesagt als sie meinte, es sei ein Geschenk“, erklärte ihr Flora geduldig während sie unablässig die Bürste durch ihre Haare strich.

„Ich bin jetzt Liliths Eigentum?“, fragte Alyssa besorgt doch Flora schüttelte schnell den Kopf.

„Was Lilith getan hat war nicht permanent. Es war nur eine temporäre Sache. Du verbringst nicht genug Zeit mit ihr, als dass sich ihr Einfluss permanent auf dich ablegen kann. In einem Tag oder zwei schon wäre die Wirkung gänzlich verflogen wenn du keinen Kontakt mehr zu ihr gehabt hättest. Dämonen von höherem Rang strahlen ihre Aura unbewusst permanent aus. Nach ein paar Tagen hier, wird meine Präsenz zum Beispiel die von Lilith verdrängt haben. Dann wird jeder Wächter denken du wärst mein Besitz. Je länger wir zusammen Zeit verbringen, desto stärker färbt mein Einfluss auf dich ab“, erzählte sie weiter. Mit einer Hand hob sie den Arm von Alyssa aus dem Wasser und begann das kurze Fell akribisch zu bürsten.

„Aber ich habe auch mit Shakazara schon Zeit verbracht, müsste dann nicht auch ihr Einfluss auf mir sein?“, fragte Alyssa.

„Ja, aber du hattest nie intimen Kontakt zu ihr, oder?“, fragte Flora und Alyssa konnte spüren wie sich Flora in Erwartung der Antwort hinter ihr etwas versteifte. Sie schüttelte den Kopf. Mehr als der Kuss war da nicht gewesen zwischen ihr und der Schlange.

„Wir haben uns einmal geküsst. Einmal hatte ich einen Traum in dem sie mich … in dem sie über mich hergefallen ist. Ich weiß nicht so recht aber ich bin mir sicher dass es ein Traum war. Es war beängstigend“, erklärte Alyssa mit einem leichten Schüttelnd als sie daran zurückdachte. Flora war mit ihrem Arm fertig und wandte sich dem anderen zu. So weiß war ihr Fell schon lange nicht mehr gewesen.

„Ihr Einfluss war also so schwach auf dich, dass er binnen Sekunden wieder verflogen ist. Mit Lilith hast du viel intimere Dinge getan und bei dem Biss hat sie einen Teil von ihr in dich übertragen was den Prozess noch beschleunigt hat. Danke übrigens, dass du nicht gelogen hast. Ich weiß es ist schwer für dich weil du denkst es sei ein Tabuthema für mich über Shaki zu reden aber ich bin darüber hinweg. Mach dir also keine Sorgen.“

Entspannt summend beendete Flora das Thema und widmete sich ganz Alyssas Fellpflege. Alyssa genoss es stillschweigend die Bürste durch ihr Fell gleiten zu spüren. Es war eine ruhige Melodie die Flora summte und so entspannte sich Alyssa vollkommen in ihren Händen. Als sie an ihrem Rücken war, entkam ihr ein langes Seufzen. Spätestens jetzt war sie nur noch Butter in den zarten aber dennoch geschickten Fingern von Flora. Alyssa zuckte nicht einmal als Flora is umdrehte um ihr Brust und Bauchfell zu bürsten. Selbst als sie dabei ihre Brüste erreichte war es Alyssa egal. Sie dachte keine Sekunde daran, dass Flora etwas im Schilde führen könnte.

„Alyssa! Alyssa! Hey, wach auf!“

Nur träge erhob sich Alyssa und sah in das Spiegelbild ihres eigenen Gesichts. Seit wann trug sie Blüten im Haar?

„Du hättest es auch einfach sagen können, wenn du so müde bist, komm ich bringe dich ins Bett“, lächelte sie Flora an und zog sie aus dem Wasser. Wie in Trance ließ sie sich aus dem kleinen Bachlauf zerren und von Flora abtrocknen. Die tropische Luft erledigte den Rest bis sie wieder in Floras Hütte waren. Alyssa verschwendete keinen Gedanken daran sich ins Bett zu legen und auch als Flora zu ihr schlüpfte nicht. Sie wusste nur, dass sich ein warmer Körper von hinten an sie schmiegte und ihr beschützend einen Arm um den Körper legte. „Gute Nacht, Schwester“, flüsterte ihr Flora ins Ohr bevor sie selbst wieder ins Reich der Träume glitt.

Als Alyssa aufwachte fielen ihr ein paar Dinge auf. Das erste war, dass jemand sich an sie gekuschelt hatte und wie einen Teddy an sich drückte. Das Zweite war, dass sie nackt war und die Person hinter ihr genauso. Die dritte und für sie überraschendste war, dass sie so gut geschlafen hatte wie schon seit Jahren nicht mehr und das Gefühl des Körperkontaktes vollkommen genoss. Sie schmiegte sich etwas näher an den Körper hinter ihr und zog den Arm der um sie gelegt war enger an sich. Flora machte ein kurzes fiependes Geräusch und Alyssa musste kurz kichern als sie es hörte. Das sollte also die berüchtigte Dryade sein? Die Meisteralchimistin? Das personifizierte Böse welches jeden sofort umbringt der auch nur daran denkt einen Grashalm in ihrem Garten auszureißen? Alyssa musste lachen bei dem Gedanken. Nein, Flora war nett. Sie war liebevoll, fürsorglich, zärtlich. Sie war so wie sie sich ihre große Schwester immer gewünscht hatte. Im Bett drehte sich Alyssa und blickte sie an. Ihre Gesichter nur Zentimeter entfernt und sah sie der schlafenden Dämonin zu. Sie sah gar nicht aus wie ein Dämon. Sie sah aus wie eine ganz normale Maus. Mit einer Hand strich sie Flora eine Strähne aus dem Gesicht. Zaghaft schlug diese die Augen auf und sah noch schlaftrunken in Alyssas Augen. Ein Lächeln machte sich auf ihrer beider Gesichter breit. Floras Arme schlangen sich um sie und zogen sie eng an sie. Mit dem Kopf an Floras Schulter blieb sie eng an sie gepresst. Ihre Beine verschlagen sich ineinander und ihre nackten Körper rieben fest aneinander. Nach einem Moment der für Alyssas Geschmack noch viel zu kurz war verharrten sie eng verschlungen bevor Flora sie etwas von sich weg drückte. Die Enttäuschung währte nur kurz denn schon einen Moment später spürte sie Floras Lippen auf den ihren. Alyssa zögerte keine Sekunde den Kuss zu erwidern. Nur zaghaft war der erste Kuss, schnell wieder unterbrochen und beide suchten im Gesicht der anderen nach einem Fehler, einer Grenze die unrechtmäßig überschritten wurde, doch fanden sie keine. Wieder trafen sich ihre Lippen. Wieder und wieder und mit jedem Mal schmolzen mehr ihrer Bedenken dahin. Für Alyssa war es der Himmel. Es war nicht gezwungen, war langsam, natürlich. Niemand zwang sie, keine Gefallen, keine Gegenleistung. Sie küsste Flora einfach nur weil sie es wollte. Es fühlte sich ganz anders an als alles was sie bisher gekannt hatte. Floras Hände strichten ihr sanft über den Rücken und den Nacken und Alyssa erwiderte die Geste.

In einem Anflug von Mut rollte sich Alyssa über Flora. Sichtlich überrascht sah Flora zu ihr auf doch Alyssa senkte sofort den Kopf und küsste sie erneut. Floras Arme fielen von Alyssa ab und steckten sich über ihren Kopf zum Ende des Bettes. Schutzlos lag Flora unter ihr, gab sich ihr bereitwillig hin. Alyssa zögerte nicht dieses Geschenk anzunehmen. Ihre Lippen wanderten Floras Kinn hinab. Ihren Hals entlang den die Maus genüßlich streckte um Alyssa so viel Fläche wie möglich zu bieten. Sie hatte vor jeden Zentimeter davon auszunutzen. Langsam arbeitete sie sich weiter abwärts, entlang ihres Brustbeines, ihrer Brust. Erwartungsvoll leckte sie mit ihrer Zunge über Floras Nippel und stellte fest, dass dieser bereits steinhart war. Es machte ihr Mut dass sie das Richtige tat. Angespornt von der Bereitwilligkeit mit der Flora ihre Erregung zeigte, schloss sie ihre Lippen um den Nippel. Genüsslich drückte sie ihn, leckte ihn, knabberte vorsichtig daran. Floras leises Stöhnen wurde lauter mit jedem Mal in dem sie ihre Zähne über das sensible Stück gleiten ließ. Waghalsig klemmte es Alyssa zwischen zwei Zähne ein und begann leicht zuzubeißen. Sofort wurde das Stöhnen lauter und als Alyssa leicht zu ziehen begann wurde ein lustvoller Schrei daraus. Grinsend sah Alyssa zu Flora auf und sah in ihr verschwitztes Gesicht. Für einen Moment fühlte sie sich schlecht als sie sah welches Verlangen in Floras Gesicht lag. Wie gequält sie auf Erlösung hoffte. Alyssa wollte sie nicht foltern und nach einem letzten Kuss auf ihre Brust glitt sie tiefer.

Mit der Zunge strich sie sanft über ihren Bauchnabel, hielt sich jedoch nicht lange dort auf. Ihr Ziel lag ein Stückchen tiefer und als sie es endlich erreichte spürte sie wie Floras Beine sich um ihren Kopf schlossen um sie ja dort zu fixieren. Alyssa hätte nicht im Traum daran gedacht hier wieder weg zu gehen. Zu einladend war das Bild welches sich ihr bot. Feucht glänzend und bereits vor Erregung leicht angeschwollen waren Floras Lippen genug um Alyssa das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen. Sie zögerte nicht länger und stürzte sich auf sie. Mit breiter Zunge leckte sie über Floras feuchte Lippen und genoss den Geschmack der sich auf ihrer Zunge ausbreitete beinahe so sehr wie das Stöhnen ihrer Doppelgängerin die sich hilflos im Bett wand. Mit ihren Händen fixierte sie Floras Schenkel und spreizte dabei mit ihren Daumen die beiden Lippen. Wieder leckte sie breit über alles was sie freigelegt hatte und entlockte Flora einen erneuten Schrei der Lust. Wimmernd rief sie Alyssas Namen. Flehte sie an weiterzumachen. Alyssa ließ sich nicht zweimal bitten und stürzte sich erneut auf sie. Dieses Mal begnügte sie sich nicht einfach damit nur einmal über sie zu lecken, sie zog ihre Zunge Fieberhaft über alles was sie erwischte und brachte dabei eine ganze Kakophonie an Tönen aus Flora heraus.

Immer weiter angestachelt von der Reaktion wurde sie mutiger und forscher. Ihre Hände griffen fester um ihre Schenkel und ihre beiden Daumen spreizten die Lippen von Flora weiter und drangen dabei schon selbst ein Stück in sie ein. Die Tropfnasse Maus wand sich unter ihr hin und her doch Alyssa hielt sie fest in Position. Sie hatte Flora ganz in der Hand und dachte nicht einmal daran die Kontrolle über sie aufzugeben. Ihre eigenen schon fast schmerzenden Nippel ignorierte sie genauso wie das Feuer das zwischen ihren eigenen Lenden brannte. Ein lauter Schrei drang aus Alyssas Kehle als sich ohne Vorwarnung etwas in sie schob. Sie wusste nicht was es war, doch es war ihr im Moment auch egal. Mit ihren Händen drückte Flora Alyssas Hinterkopf nach unten und presste sie gegen ihren Schritt. Alyssas Stöhnen wurde erstickt von Floras Lippen die ihr ins Gesicht gepresst wurden. Was auch immer sich in ihre eigene Spalte geschoben hatte begann sofort hart in sie zu stoßen und raubte ihr für einen Moment jegliche Kontrolle. Es dauerte einen Augenblick bis sie sich wieder so weit gefangen hatte, dass sie weitermachen konnte. Es fiel ihr zunehmend schwerer einen echten Gedanken zu fassen während sie von hinten genommen wurde. Ihre Gedanken fokussierten sich einzig und alleine auf das herrliche Gefühl ausgefüllt zu werden und darauf es Flora mit gleicher Münze zurückzubezahlen. Ihre rechte Hand ließ ihren Schenkel los und zwei Finger glitten problemlos in Flora. Ein dritter folgte sofort. So hart wie sie selbst gefickt wurde, nahm sie nun auch Flora. Ihre Finger waren zwar dünner und kürzer als das Ding was in ihr selbst steckte, doch sie glich es durch ihre Beweglichkeit mehr als aus. Flora hielt sich kein bisschen mehr zurück und schrie nun lauthals durch die kleine Hütte. Ihr eigener Atem kam nur noch stoßweise. Sie wusste, sie würde dies nicht lange durchhalten, doch sie wollte nicht aufgeben bevor sie nicht Flora einen ebenso grandiosen Höhepunkt beschert hatte, wie den, den sie selbst gerade kommen spürte. Sie hatte nicht mehr viel Zeit, das wusste sie und so schob sie noch einen weiteren Finger in sie während ihr Mund sich weiter nach oben bewegte und sich um Floras Knospe schloss. Die Maus schrie lauthals auf als sie Alyssas Zunge an ihrer empfindlichsten Stelle spürte. Ihr mysteriöser Liebhaber verdoppelte sofort seine Anstrengungen und brachte Alyssa beinahe aus dem Konzept. Verzweifelt schloss sie die Lippen fester und begann an Floras Kitzler zu saugen. Ihre Finger schoben sich tiefer in die Maus. Es war entschieden. Nun galt es nur noch länger durchzuhalten als Flora und Alyssa war felsenfest gewillt es zu schaffen. Ihre ganze Hand war mittlerweile nass und ihre Finger glitten ohne nennenswerten Widerstand in sie. Ein besonders heftiger Stoß brachte sie kurz aus dem Konzept und sie verlor den Kontakt ihrer Lippen zu Floras Knospe. Es schien ihr nahezu unmöglich zu sein noch einmal die Kraft aufzubringen sich zurück zu begeben. Je näher Flora ihrem Höhepunkt kam, desto wilder wurde Alyssa gefickt. Es machte es ihr umso schwerer die Maus zum Abschluss zu bringen. Mit einem letzten Aufbäumen biss sie zu und Während ihre Zähne sich in das sensible Fleisch bohrten Schrie Flora schrill auf. Der Schrei hielt einen kurzen Moment bevor die Maus komplett erschlaffte und sich nicht mehr bewegte. Eine wahre Flut an Flüssigkeit spritzte über ihre Hand und verkündete ihren Höhepunkt. Siegreich grinste Alyssa und ließ von ihr ab. Zum ersten Mal sah sie an ihr selbst herab und zu dem Ding, was sich mit fieberhaftem Enthusiasmus in sie rammte. Eine dicke Ranke schob sich in sie und jetzt wo Flora außer Gefecht war, schien diese jegliche Beherrschung verloren zu haben. Weitere Ranken kamen an und schlangen sich um Alyssas Körper. Ihr Hintern wurde hoch gehoben und der pflanzliche Tentakel rammte fest in sie. Sie war bereits feucht genug dass dieser bei jedem Stoß bis fast zur Spitze aus ihr verschwand bevor er erneut in sie stieß. Sein Tempo war atemberaubend und Alyssa konnte nur keuchend hoffen, dass es niemals enden würde. Überall an ihrem Körper hatte sie nun die Ranken und eine von ihnen schlang sich sogar um ihren Hals. Kurze Atemnot war alles was sie spürte als dieser sanft zudrückte. Es war wie ein Kampf den sie nicht gewinnen wollte. Sie ließ die Ranken mit ihr anstellen was immer diese auch wollten. Sie wusste, dass sie nicht mehr in der Lage war sich zu wehren und sie wollte es auch gar nicht. Als die Ranke ein letztes Mal in sie stieß und ihr dabei gleichzeitig die Luft abschnürte kam Alyssa. Es dauerte einen atemlosen Moment der sich ewig zu ziehen schien bevor sie schlaff neben Flora aufs Bett fiel. Ihr war gar nicht aufgefallen gewesen, dass die Ranken sie in die Luft gehoben hatten. Sie ließen von ihr ab und keuchend schnappte Alyssa nach Luft. Auf dem Rücken liegend sah sie zu Flora deren Brustkorb sich ebenso rapide hob und senkte wie der ihre. Beide lagen sie einen Moment auf dem Rücken und versuchten wieder Luft zu bekommen.

Nach einer Weile erst drehten sie sich einander die Köpfe zu und Alyssa blickte in das leicht verlegene Gesicht von Flora.

„Was … was war …“, begann Alyssa doch sie konnte noch keinen ganzen Satz bilden. Ihr Blick fuhr vorbei an Flora und zu dem Dickicht welches in der Hütte nun wuchs. Noch immer breitete es sich aus und nahm dabei die gesamte Hütte in Beschlag. Ranken und Blüten füllten den ganzen Raum bis unters Dach in einem undurchdringlichem Gewirr aus Blättern. Selbst das Gras am Boden war in der ganzen Hütte bis zur Bettkante empor geschossen.

„Ich denke … nunja“, begann Flora mit einem entschuldigendem Lächeln.

„Habe ich dir schon einmal erklärt was es bedeutet eine Dryade zu sein?“, lächelte diese doch Alyssa konnte warten. Sie brauchte erstmal eine Pause und Flora ging es nicht besser. Sie schlang ihre Arme um Alyssa und zog sie fest an sich. So wie sie vorhin aufgewacht war, so schlief sie auch jetzt wieder ein.