Die Sakura Chroniken Teil 5

Story by P999P on SoFurry

, ,

Die Geschichte geht weiter.


Die Sakura Chroniken Teil 5

Autor: Gendori Kabashi

05.07.2015 ? 12.03.2017

Erste Schritte

Heino ging neben seiner Aufpasserin her. Sein erster Gang auf dem Planeten, ohne, dass er einen Anzug für gefährli­che Umgebungen tragen musste, so wie seine Begleiterin.

„Sie sind sehr mutig!“ Die Worte drangen aus einem kleinen Lautsprecher am Kinn des Helms.

„Mutig? Ich?“ Heino lachte. „Nur verzweifelt und ein Nerd, der es satt war im Hazardsuit draußen herumlaufen zu müssen.“

„Dann gewöhnen Sie sich sicher schnell daran ohne so ein Ding auszukommen!“

„Das sollten wir alle Frau Eglund.“

„Egland! Und es heißt Unteroffizier Egland!“

„Wie? Ah so! Entschuldigen Sie Unteroffizier Egland. Zurück zum Geschäft. Major van Trunk hat Sie mir also auch zu­gewiesen?“

„Richtig, ich soll auf Sie aufpassen. Zumindest für heute! Der Major hat wohl Angst, dass Sie nach Ihrem Stunt noch mehr Unsinn anstellen.“

„Ach hat von Trunk das gesagt?“

„Nicht direkt, aber wer zwischen den Zeilen lesen kann. Sie hat ungefähr die Hälfte Ihrer Abteilung auf'm Kieker.“

„Und was ist mit der anderen Hälfte?“

„Die hat so viel Schiss vor unserer Chefin, dass die sich schnellstens verkrümmeln, wenn sie antanzt!“

Das war nicht verwunderlich. Die Majorin war ein Heißsporn, aber Sie wusste was sie tat und wann sie es tat. Er war sich sicher, dass sie ihn auch noch heimsuchen würde. Heino wechselte jedenfalls lieber das Thema.

„Sie sind zum ersten Mal hier unten?“ fragte er neugierig, denn weder ihr Name noch ihr hübsches Gesicht war ihm vertraut gewesen.

„Stimmt, es ist meine erste Schicht auf Sakura. Ich bin gestern mit dem Shuttle zur Ablösung ge­kommen.“

„Schon lange wach?“

„Etwa zwei Wochen. Gerade genug Zeit für uns Grunts um fit zu werden und sich über unser uner­wartetes, neues Heim zu informieren.“

„Sie waren sicher überrascht gewesen, dass wir auf einer total anderen Welt gestrandet sind?“

Die junge Soldatin hielt kurz inne und Heino konnte einen Seufzer hören. Einen Augenblick lang schien es, als ob ihre Gedanken weit, weit fort weilen würden.

„Davon können Sie ausgehen.“ Ihre Stimme klang gepresst. Etwas beschäftigte sie, doch Heino wollte nicht fragen. Da war sicher etwas, doch das konnte warten.

„Ja das sollte ich eigentlich. Bitte entschuldigen Sie, aber wo gehen wir eigentlich hin?“

„Sie sollen die nächsten Tage in den Ställen helfen und soviel körperlich arbeiten wie nur irgend möglich.“

„Wie? Ich? Stallbursche?“

„Anweisung von Ihrer Frau!“

„Meiner Frau?“

Egland zog ein Blatt hervor und reichte es an Heino weiter, der es neugierig an sich nahm. Wann hatte Svetlana die Zeit gefunden diesen Brief zu schreiben und dann auch noch an Egland weiterzu­geben? Er fing an zu lesen.

Mein liebster Heino, Das fing ja gut an.

dieses als Erstes. DU BIST EIN VERDAMMTER

HURENSOHN OKAY das habe ich verdient

Und als Zweites. Ich liebe dich trotz allem. Ich dich auch und Junior erst Recht!

Zum Dritten. Heino du bist außer Form. Darum Außer Form? Was denn! So schlimm?

habe ich beschlossen, dass du in den nächsten

zwei Wochen körperlich arbeiten wirst. Du wirst

die Tiere versorgen. Den Teufel werde.....

Ah, ah mein lieber! Keine Widerworte!

Sorry Schatz.

Ich werde auch mit van Trunk sprechen. Sie

wird sicherlich nichts dagegen haben.

Immerhin sind ihre Leute keine Hirten. Du

auch nicht aber dennoch wirst du es machen.

Steph wird die Idee lieben. Natürlich wird sie das, dieses kleine Sadistin!

......

Heino senkte das Blatt. Den Rest würde er sich für später bewahren. Er steckte den Brief in eine Ta­sche seines Overalls.

„Schlechte Nachrichten?“

„Bin ich so außer Form?“

„Keine Ahnung, ich habe Ihr Dossier nicht gelesen!“

Heino blickte an sich herab, er war außer Form geraten, zu viele Rationsriegel, der Mangel an Be­wegung und die ewige Arbeit im Labor. Seine Arbeit auf Karda Prime hätte anders ausgesehen. Die letzten Monate hatten ihren Tribut gefordert.

„Aber ein paar Pfund weniger würden nicht schaden?“

Egland schwieg. Heino brauchte auch keine Antwort. Zwei Wochen oder länger Ställe ausmisten, die Tiere füttern und vielleicht Gartenarbeit? Proben nehmen und mal ein paar Aussaaten machen. Und sicher eine Unmenge an Tests machen. Er bezweifelte, dass er in dieser Zeit eine Dusche oder ein Bad nehmen würde. Schmutz war ein gutes Medium für den Mikrokosmos in dem Erreger, Vi­ren, Pilzsporen, Hefen, Bakterien und Kleinstlebewesen gedeihen konnten. Und er war jetzt genau­so wie die Tiere dieser unaufhaltsamen Invasion ausgesetzt. Die Na­niten mussten damit zurecht­kommen und sein Immunsystem auf diese Welt einstellen.Sie gelangten an den Stallungen an und Heino vernahm die Laute der Tiere, die schon vor einigen Wochen mit den Naniten behandelt worden waren. Und auch die so­genannte Landluft drang auf ihn ein. Seine Aufpasserin griff nach einer Forke und warf diese ihm zu.

„Die erste Aufgabe Herr Dr. Schmidt. Ställe ausmisten!“

Er fing das archaische Gerät auf und seufzte, als er in die Stallungen blickte. Er würde viel zu tun haben.