Regeln des Ozeans Kapitel 1:
Auf der klaren, glänzenden Oberfläche des Wasser spiegelten sich die strahlen der Sonne und einige schneeweiße Wolken. Jenes Wesen jedoch was gerade unter der Wasseroberfläche durch die wogen prescht intressierte dieser Anblick herzlich wenig. Naarlia hatte andere Dinge im Kopf und den Geruch von frischem Blut in den der Nase. Ihrem Blut. Bei jedem Schlag ihrer Schwanzflosse spürte sie wie jäher schmerz brennend durch ihren schlanken Körper zuckt und ihre Glieder taub werden ließ. In ihrer einstmals stolzen Rückenflosse prankte eine Bisswunde aus der sich permanent ein roter Strom ihres Blutes hinter ihr herzog. Die Zähnreihen, welche ihr diese Wunde in einem Moment der Unachtsamkeit zugefügt und ihr den Liebespartner genommen hatten blitzten nur unweit entfernt im Wasser. Es war eine große Seeschlange wie es sie auf ihrer Welt zu dutzend gab und welche mitunter eine Länge von stolzen 100 Metern oder mehr erreichen konnten und einen Körperdurchmesser von knappen 15 Metern. Galten Haie sonst als die Jäger des Meeres so waren sie auf dieser Welt auf den zweiten, oder sogar noch tieferen, Platz verdrängt worden. Zum Glück für Naarlia war die Seeschlange die sie verfolgte, mit annährend 20 Metern länge, eher ein Jungtier dessen dunkelviolette Schuppen im fahlen Licht kaum auszumachen waren und dessen Maul ebendfals blutige Bahnen zogen. Blut das ihrem Liebespartner gehörte hatte. Doch auch das scherte sie nicht. Im Kampf ums nackte Überleben gab es für sie und das mögliche Leben das in ihr herranwuchs keine andere Priorität als eben solches zu schützen und sich um nichts anderes zu kümmern. Zug um zug versucht sie mehr abstand zwischen sich und der Seeschlange zu schaffen und nähert sich dabei ebendso dem Meeresboden. Sonst als todeszone für all Haiwesen bekannt barg es für sie die letzt chanc darauf ihr Leben zu Schützen. Naarlia wusst das es nur eins gab von dem sich die riesigen Seeschlangen lieber ernährent als von einem, für ihre Maßstäbe, wintzigen Haimädchen als sie es war. Ebend jene bevorzugte Mahlzeit war ihr Verfolger. Sollte nur eine größere Seeschlange in reichweite sein würde sie ihre kannibalischen Instinkte kaum unterdrücken und eine Erbarmungslose hatz auf das Jungtier start. Diese Zeit würde sie nutzen um ein sicheres Versteck für sich zu finden in dem sie auf den richtigen moment warten konnte um wieder zurück in die eigenen Jagdterretorien zu gelangen. Nurnoch verschwommen sah Naarlia wie der Meeresboden in der dunkelheit des Meeres immer mehr an Masse gewann. Sie kniff die Augen zusammen und zehrte von den letzten Kraftreserven die ihre Körper aufweisen konnte als sich immer tiefer in die finsternis Kämpfte. Die Seeschlange hinter ihr schien nichts von ihrem Plan zu bemerken bis sich ein riesiger Schatten in der Finternis abzeichnete und ein dumpfes Röhren das Wasser in vibration versetzte. Naarlia's blick raste umher den würde sie kein Versteck finden bevor die Große sie erspäht würde sie als Appetitthäppchen zwischen deren Kiefern landen noch bevor diese sich dem Jungtier zuwendete. Doch das Schicksal war ihr hold den sie erspähte eine kleine Höhle in einer Korallenbank unweit von ihr entfernt. Doch sie spührt auch wie ihr Körper von unnatürlicher Kälte erfasst und ihre Glieder schwer wie Blei wurden. Würde sie es dennoch schaffen die Höhle rechtzeitig zu erreichen und dieses Dilemma zu Überleben?
Ende